Mittwoch, 01. August 2012, 20:18 Uhr

"Der Geschmack von Apfelkernen" kommt 2013 in die Kinos: Die ersten Bilder

Nach insgesamt 44 Drehtagen an Drehorten in Schleswig-Holstein, Hamburg und Hessen und mit einem Budget von 5 Millionen Euro ist die Verfilmung eines der erfolgreichsten deutschen Romandebuts der letzten Jahre erfolgreich abgedreht.

Am 29. Juli fiel in Hessen unter der Regie von Vivian Naefe und produziert von Uschi Reich die letzte Klappe für die Dreharbeiten von ‘Der Geschmack von Apfelkernen’.

Der gleichnamige Roman von Katharina Hagena wurde seit seinem Erscheinen (Kiepenheuer & Witsch, 2008) bereits über 1,1 Millionen mal verkauft und stand wochenlang auf den Bestsellerlisten in Deutschland. Er wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt und ist u.a. in Frankreich und Italien ebenfalls ein ausgewiesener Bestseller.

Der Film erzählt von den Frauen einer Familie und den Schicksalen dreier Generationen, untrennbar verbunden durch ein großes altes Haus, das die Geheimnisse seiner Bewohner über Jahrzehnte bewahrt hat. Wie ein Puzzle setzen sich die Erinnerungen der Protagonistin Iris (Hannah Herzsprung) zu einem bewegenden, bittersüßen Film über die Liebe, den Tod, die Suche nach den eigenen Wurzeln und das Vergessen zusammen.

Der zentrale Schauplatz der Filmhandlung, das mit Erinnerungen und Geschichten getränkte Landhaus mit Apfelgarten, wurde auf Gut Stendorf in Ostholstein gedreht, einem Denkmal geschützten und originalgetreu restaurierten Gut, das heute als landwirtschaftlicher Großbetrieb erfolgreich ist und durch seine vielen Nebengebäude und großen Höfe der Filmcrew über mehrere Wochen – zur Freude von Cast und Crew – beinahe Studiobedingungen bieten konnte.

Erfolgsproduzentin Uschi Reich (DAS FLIEGENDE KLASSENZIMMER, DIE WILDEN HÜHNER, BIBI BLOCKSBERG, IM WINTER EIN JAHR, ALS DER WEIHNACHTSMANN VOM HIMMEL FIEL) bringt den Bestseller mit einer Starbesetzung auf die große Leinwand. In den Hauptrollen: Hannah Herzsprung (VIER MINUTEN, VISION – AUS DEM LEBEN DER HILDEGARD VON BINGEN, HELL), Marie Bäumer (DER ALTE AFFE ANGST, IM ANGESICHT DES VERBRECHENS), Meret Becker (KLEINE HAIE, ROSSINI, KOKOWÄÄH), Paula Beer (POLL), Florian Stetter (SOPHIE SCHOLL – DIE LETZTEN TAGE), Friedrich Mücke (FRIENDSHIP, RUSSENDISKO), Matthias Habich (NIRGENDWO IN AFRIKA) und Hans Kremer (STAMMHEIM).

Der Film wird 2013 in die Kinos kommen. Ein Starttermin ist noch nicht bekannt.

Die Geschichte: Als ihre Großmutter Bertha stirbt, erbt die 28-jährige Iris (HANNAH HERZSPRUNG) das Haus der Familie in Bootshaven. Doch Iris ist sich nicht sicher, ob sie das Erbe annehmen soll: zu viele schmerzliche Erinnerungen wohnen in dem alten, dunklen Kasten. Sie bleibt – zunächst -eine Woche, streift von Zimmer zu Zimmer, auf der Suche nach den eigenen Erinnerungen und dem Vergessen. Sie durchwandert den verwunschenen, inzwischen verwilderten Garten, in dem rote Johannisbeeren über Nacht weiß geworden sind und in dem ein Apfelbaum in einem Jahr zweimal geblüht hat. Sie schwimmt in einem dunklen See und küsst, ganz unerwartet, Max (FLORIAN STETTER), den Bruder ihrer Jugendfreundin Mira. Eines Abends kommt auch der alte Herr Lexow (MATTHIAS HABICH) zu Besuch, der Bertha näher stand, als Iris je ahnte.

Werden nur Menschen vergesslich, die etwas zu vergessen haben? Bertha (HILDEGARD SCHMAHL) jedenfalls erkannte am Ende nicht einmal mehr ihre drei Töchter wieder: Die bildschöne Inga (MARIE BÄUMER), die als Fotografin arbeitet und niemals geheiratet hat; Iris’ Mutter Christa (ODA THORMEYER), die als einzige die Welt im Norden für die im Süden eingetauscht hat, und Harriet (MERET BECKER), die den frühen Tod ihrer Tochter Rosmarie nie verwunden hat. Je enger Iris’ Beziehung zu Max wird, umso mehr traut sie sich an ihre eigenen, verdrängten Erinnerungen heran. Schließlich gelangt sie zu jener traumatischen Nacht, in der ihre Cousine Rosmarie den Unfall hatte: Was wollte Rosmarie auf dem Dach des Wintergartens? Und was wollte sie Iris vorher noch sagen? Iris lernt, dass das Erinnern nur eine Spielart des Vergessens ist, das ihr jedoch einen neuen Anfang möglich macht….

Fotos: Concorde