Dienstag, 07. August 2012, 11:19 Uhr

Album-Charts: Deutschrapper Cro und Casper an der Spitze

Deutscher Sprechgesang ist Trumpf in den Album-Charts von media control. Und das nicht nur, weil Panda-Rapper Cro mit „Raop“ bereits zum vierten Mal hintereinander die Zügel fest in der Hand hält. Direkt hinter dem Stuttgarter mischt jetzt auch Genre-Kollege Casper mit.

„Der Druck steigt“ heißt der Mitschnitt seiner umjubelten Live-Performance, die von null auf zwei schießt und den dritten LP-Charterfolg des Newcomers perfekt macht.

Trotz der Rap-Offensive rocken Linkin Park ungehemmt weiter und verteidigen mit „Living Things“ Rang drei. Die kalifornische Band Testament gehört zu den bekanntesten Vertretern des Trash Metal und gehört auch drei Jahrzehnte nach ihrer Gründung nicht zum alten Eisen. Bis zu den „Dark Roots of Earth“ dringt sie aus dem Stand bis an die vierte Stelle vor.

Mike Oldfield feierte mit Titeln wie „Moonlight Shadow“, „To France” und „Five Miles Out” große Erfolge. Sie alle sind jetzt auf der Hitsammlung „Two Sides: The Very Best Of Mike Oldfield” versammelt, die neu auf 22 debütiert.

R.I.O. feat. U-Jean haben sich dem 2000er-Hit „Summer Jam” angenommen, der The Underdog Project ein One-Hit-Wonder bescherte. Die aktuelle Version legt auf der Sieben den besten Neueinstieg in den Single-Charts hin.

Nicht in ihrer kanadischen Heimat, sondern im fernen Berlin drehte Alanis Morissette das Video zu „Guardian“, das eine Liebeserklärung an die deutsche Hauptstadt und Wim Wenders Kultfilm „Der Himmel über Berlin“ ist. Zum Dank winkt in den Charts der 15. Platz.

Dass die „Feinde deiner Feinde“ zwangsläufig deine Freunde sind, erkennen Frei.Wild, die es auf Position 19 krachen lassen. Die ersten beiden Medaillen gehen derweil erneut an Lykke Li („I Follow Rivers“) und Asaf Avidan & The Mojos mit „One Day / Reckoning Song (Wankelmut Remix)“.

Fotos: D.Baum, Warner Music, SonyMusic