Dienstag, 07. August 2012, 13:30 Uhr

"Ludwig II." kommt am 26. Dezember: Der erste Trailer ist da

Heute wurde der Starttermin zur oppulenten Verfilmung des Lebens von ‘Ludwig II’ bekanntgegeben. Kinostart ist der 26. Dezember 2012.

‘Ludwig II’ begibt sich auf die Spuren einer genauso schillernden wie zerrissenen Persönlichkeit. Von Ludwigs Besteigung des Throns in jungen Jahren bis zu seinem Tod erlebt man im Film einen Menschen, der eine bessere Welt erschaffen möchte, sich nach Nähe sehnt und nach Schönheit strebt, der aber – gefangen zwischen persönlichem Sein und dem Anspruch seines königlichen Amtes – an den Zwängen der Realität scheitert und zerbricht.

So ist der Film ein sehr nahes, fast privates und dadurch sehr bewegendes und packendes Portrait Ludwigs geworden, das den Menschen hinter dem Mythos zeigt und Einblicke in sein Seelenleben gewährt, wie man sie bisher noch nicht erleben konnte. Ein Portrait, das weit über Ludwigs unsterbliche Bauten hinaus deutlich macht, warum dieser Mensch zum Mythos geworden ist, warum er uns heute, mehr als 125 Jahre nach seinem Tod, immer noch und mehr denn je fasziniert.

Das Foto oben (Zum Vergrößern bitte anklicken!) zeigt Prinz Luitpold (Uwe Ochsenknecht), die Mutter des Königs Marie (Katharina Thalbach), Prinz Otto (Tom Schilling), König Ludwig II. (Sabin Tambrea), Kaiserin Elisabeth von Österreich (Hannah Herzsprung), Herzogin Sophie in Bayern (Paula Beer).

Gespielt wird der jugendliche, idealistische Ludwig von Neuentdeckung Sabin Tambrea. Als älterer, in seine eigene Welt zurückgezogener König ist Sebastian Schipper zu sehen. Zum weiteren hochkarätigen Darstellerensemble gehören u.a. Hannah Herzsprung als Sisi, Edgar Selge als Richard Wagner, Friedrich Mücke als Ludwigs Freund und Vertrauter Richard Hornig, Justus von Dohnányi als späterer Ministerratsvorsitzender Johann von Lutz, Samuel Finzi als Lakai Ludwigs, Tom Schilling als Ludwigs Bruder Prinz Otto, Paula Beer als Sophie in Bayern, Uwe Ochsenknecht als Prinz Luitpold, Peter Simonischek als Minister Ludwig von der Pfordten, Gedeon Burkhard als Graf Max von Holnstein, Katharina Thalbach als Königin Marie, August Schmölzer als Dr. von Gudden, Michael Fitz als Herzog Max in Bayern, Franz Dinda als Heinrich Vogel, Christophe Malavoy als Napoleon III., Bernd Birkhahn als Bismarck, Volker Zack Michalowski als Frisör Hoppe, André Eisermann als Karl Hesselschwerdt, Axel Milberg als König Max II. und August Wittgenstein als Graf Dürckheim.

Regie führten Peter Sehr und Marie Noëlle, die auch gemeinsam das Drehbuch entwickelten und sich dabei auf neueste Erkenntnisse wie bislang unbekannte Briefwechsel stützten.

An ihrer Seite arbeitete ein hochklassiges und vielfach preisgekröntes Team, darunter Christian Berger (Oscar®-Nominierung für Das weiße Band) hinter der Kamera, Christoph Kanter (Das weiße Band) für die Ausstattung, und Bruno Coulais (Oscar-Nominierung für Die Kinder des Monsieur Mathieu), der neben den Werken Richard Wagners die originale Filmmusik komponierte und mit dem Münchner Rundfunkorchester sowie Mitgliedern des Chores des Bayerischen Rundfunks einspielte.

Der Film: Voller Idealismus besteigt Ludwig im Alter von 18 Jahren den bayerischen Thron. In einer Zeit, in der Krieg und Armut allgegenwärtig sind, träumt er von einer besseren Welt und möchte seine Macht dafür einsetzen, dass sein Volk in Frieden und Glück leben kann. Sein Reich soll zum Mittelpunkt der Schönheit werden, Kunst und Kultur sollen aufblühen, statt in Waffen möchte Ludwig die Staatsgelder in Theater, Musik und Bildung investieren. Er liebt die Opern Richard Wagners, seine Leidenschaft und Bewunderung für seine Werke und deren Sagenwelten sind so groß, dass er den umstrittenen Komponisten an seinen Hof holt. Er stürzt sich mit anfänglich großem Interesse ins politische Geschäft, besetzt mit den Jahren wichtige Posten des Hofstaats mit Vertrauten und schmiedet Allianzen.

Doch die Umstände seiner Zeit sind gegen ihn. So wird sein geliebtes Reich in Kriege mit Preußen und Frankreich verwickelt und erleidet bittere Niederlagen. Seine Minister rebellieren gegen die kostspielige Förderung Wagners. Seine schon fest geplante, vom Volk ersehnte Hochzeit sagt er wieder ab, weil er sich eingestehen muss, dass ihn mit seiner Verlobten nicht mehr verbindet als innige Freundschaft. Ludwig kommt nicht zur Ruhe, zu tief sind auch die Abgründe seiner Seele, die ihn quälen und verzweifeln lassen. Desillusioniert zieht er sich zurück und flüchtet sich – während seine Gegner sich formieren und ihn stürzen wollen – mit seinen Schlössern in ein Traumreich der Phantasie. Bis zu seinem tragischen Tod, der wie Ludwig selbst bis heute „ein ewig Rätsel“ bleibt…

Fotos: Warner Bros.