Donnerstag, 09. August 2012, 10:21 Uhr

Michael Fassbender in "Prometheus": "Ich habe nicht sofort Hurra geschrien!“

Michael Fassbender hat sich binnen kürzester Zeit in die erste Liga Hollywoods gespielt und stand bereits für Star-Regisseure wie Quentin Tarantino, Steve McQueen oder Steven Soderbergh vor der Kamera.

Im Interview mit dem Männer-Stil-Magazin GQ Gentlemen’s Quarterly zeigt sich der 35-jährige Deutsch-Ire, der ab heute in Ridley Scott´s Thriller „Prometheus – Dunkle Zeichen“ zu sehen ist, davon überzeugt, dass Erfolg und Zufall eng zusammenhängen: „Schauspielerei ist ein unberechenbares Geschäft, mit Talent hat es ehrlicherweise wenig zu tun. Man muss zur richtigen Zeit am richtigen Ort die Chance kriegen, das Richtige zu tun. Man braucht andere Menschen, die an einen glauben und einem helfen, einen unterstützen.“

Zwar könne man beharrlich für den eigenen Erfolg arbeiten, herausfordern ließe er sich aber nicht: „Erfolg kann man nicht forcieren, das liegt nie in den eigenen Händen. Man kann sich gut vorbereiten, bereit sein, aber dann gibt es halt die vielen anderen Variablen, die man nicht unter Kontrolle hat.“

Neben Beharrlichkeit und Gelassenheit ist Mut für Fassbender eine weitere Erfolgskomponente: „Risiken einzugehen ist wichtig. Ich bin ein Typ, der Sachen, vor denen er Angst hat, angeht, ausprobiert und versucht, mit ihnen klarzukommen, anstatt vor ihnen wegzurennen. Mir gefällt es außerhalb meiner Komfortzone. Da kann man es sich nicht erlauben, faul zu sein.“ Auf die Frage, was für ihn einen richtigen Mann ausmache, antwortet er dem Männer-Stil-Magazin, dessen Cover er aktuell ziert: „Ich mag es, dass viele Männer heute auf sich vertrauen. Sie sind total sicher, dass es in Ordnung ist, unsicher zu sein. Auch Zweifel zu haben und diese zu zeigen. Wer menschliche Gefühle und Wesenszüge zulässt, der spürt sofort große Erleichterung.“

In „Prometheus – Dunkle Zeichen” ist Fassbender als Android, also als Roboter in Menschengestalt, zu sehen – ein Science-Fiction-Fan sei er jedoch nicht, sagt er: „Ich habe nicht sofort Hurra geschrien. Aber nachdem ich das Drehbuch gelesen hatte, war mir klar: Das muss ich machen, das ist extrem intelligent geschrieben, Ridley Scott ist ein toller Regisseur, das wird was.“