Donnerstag, 16. August 2012, 18:40 Uhr

"Männer zum Knutschen“: Hinreißende Komödie voll hysterischen Humors

Am 1. September steigt die Deutschlandpremiere der neuen deutschen Feel-Good-Komödie ‘Männer zum Knutschen‘ im Kino International in Berlin.

Im Mittelpunkt des Films steht ein Paar wie es unterschiedlicher nicht sein könnte: Der seriöse Bankangestellte Ernst (Frank Christian Marx, der für diese Rolle den Preis als bester Schauspieler in San Diego einheimste), und der extrovertierte Paradiesvogel Tobias (Udo Lutz, arbeitete lange Jahre im Umfeld von Choreographie-Legende Pina Bausch). Seit ‘Der bewegte Mann’ von 1994 mit Til Schweiger hat es keinen so ambitionierten Film mehr in den deutschen Kinos gegeben.

Durch die hinterhältige Intrige einer wunderschönen Frau wird die chaotische, aber glückliche Beziehung von Ernst und Tobias in ihren Grundfesten erschüttert…

Was wie die zehntausendste Variation eines altbekannten Themas klingt, bekommt durch die noch sehr junge Produktionsfirma ‘Ente Kross Film’ mit ihrem ersten Spielfilm eine hinreißende Variation.

Nachdem der Film, der in der deutschen Hauptstadt spielt, in den letzten Monaten der große Abräumer bei internationalen Festivals war, kommt er nun endlich auch in die deutschen Kinos.

„Unser Film bricht Sehgewohnheiten“ erzählte Hauptdarsteller Frank Christian Marx ganz selbstbewußt gegenüber klatsch-tratsch.de in seinem Berliner Lieblings-Café „Wohnzimmer“. Co-Darsteller und Geschäftspartner Udo Lutz fügte hinzu, dass man bereit sein muss “über den Tellerrand” zu schauen, um den Film richtig genießen zu können. ‘Männer zum Knutschen’ ist eine Odyssee, die so überdreht ist wie Berlin selbst“, meint Udo Lutz.

Im Ausland habe das jedenfalls bestens funktioniert, dort habe er bereits Kultstatus und wurde bei zahlreichen Independent-Festivals frenetisch gefeiert, berichten die Beiden. „Dass er ganz nebenbei zahlreiche Preise abräumte hat uns nicht nur irrsinnig gefreut, sondern auch gezeigt, dass er jeden Cent wert ist, den wir in ihn gesteckt haben“ so Marx.

Wahrscheinlich wird als nächstes wohl auch Japan, wohin die beiden Hauptdarsteller im September reisen und ihren Streifen in Tokio vorstellen, dem hysterischen Humor des Films erliegen.

Der Film erinnert thematisch durchaus an Klassiker wie ‘Is was Doc’ oder ‘Leoparden küsst man nicht’. Er liefert verrückte Charaktere, bei denen man nie sicher sein kann, wer von denen als nächstes den Verstand verliert.

Da ist zum Beispiel Uta (eine herrlich durchgeknallte Alexandra Starnitzky), die beste Kindheitsfreundin von Ernst, ausgebildet beim Israelischen Mossad, die nichts unversucht lässt das Paar zu entzweien oder Ades Zabel, die Grande Dame der Berliner Showszene, die in einer der Szenen die Zuschauer förmlich vom Sessel reißt.

„Die Fertigstellung unseres Babys hat uns eineinhalb Jahre beschäftigt“ sagt Marx. „Es war uns wichtig die Homosexualität der Charktere nicht problembeladen, sondern als etwas ganz normales zu zeigen – als etwas um das kein Fass aufgemacht wird“ ergänzt Lutz und fügte hinzu: „Im Film gibt es auch Männer, die Frauen spielen und Frauen die ihren männlichen Kollegen in Sachen Macho-Sein den Rang ablaufen. Es ist auch eine Liebeserklärung an Berlin, wo so etwas stinknormal ist.“

Natürlich wäre ‘Männer zum Knutschen’ nur halb so gut ohne die wunderbare Chemie zwischen Marx und Lutz. Während Modeltyp Frank Christian Marx in Sachen Charme an den jungen George Clooney erinnert, begeistert Lutz durch seinen pointierten Witz und seine Scharfzüngigkeit. Unterstützt werden sie von Sascia Haj, bekannt aus etlichen Werbungen und Marcel Schlutt, dessen Lifestyle-Magazin ‘Kaltblut’ eines der vielversprechendsten neuen Online-Magazine ist.

Für Lutz und Marx ist ihr Erstlingswerk der makellose Einstieg ins Business. Bereits jetzt werden sie heftig umworben und haben zwei weitere Projekte, die sie co-produzieren, an Land gezogen.

„Wir erleben gerade eine Achterbahnfahrt in sämtliche Richtungen“ so Lutz, „bei all dem Spaß ist jeder Tag ein Lernfeld und verdammt harte Arbeit für uns.” Marx fügt hinzu: „Filme machen ist ein Drahtseilakt. Gerade als Neuling gibt es viele Fallstricke, in denen man sich verheddern kann“.

Nach seinen Vorbildern gefragt, nennt er Til Schweiger. Nicht weil er so unglaublich tolle Filme macht, sondern weil er als Produzent mit allen Wassern gewaschen ist, bestens über die Wünsche seines Publikums informiert ist und sie dementsprechend umzusetzen weiß.

Für Lutz ist der italienische Regisseur und Schauspieler Roberto Benigni („Das Leben ist schön“) eine große Inspiration. „Er macht Filme, die das Leben feiern und eine große menschliche Wärme ausstrahlen“.

Eine solche Wärme ist auch beim ersten Werk von Ente Kross Film zu spüren. Da ist auf dem Weg nach oben noch alles offen und man darf gespannt sein, womit uns die beiden sympathischen Berliner in Zukunft überraschen.

Nach der Deutschlandpremiere gehen Lutz und Marx, unterstützt durch Gastauftritte von anderen Darstellern, auf große Promotionreise um in 18 Städten, um ihr Herzensprojekt dem wartenden Publikum vorzustellen.

Mehr Männer zum Knutschen gibt es hier!

Fotos: Ente Kross Film