Montag, 03. September 2012, 16:17 Uhr

"X Factor": Reichlich selbstbewusste Kandidaten am Start

“Anders, neu und überraschend” – so könnte man das Motto der diesjährigen Staffel von X-Factor heißen lassen. Und vor allem überraschend war auch gleich die erste Kandidatin bei der gestrigen Sendung, die 22-Jährige Verkäuferin Madleine Apfel aus Gelnhausen.

Mit einer großen Portion an Selbstbewusstsein antwortet sie auf die Frage warum die Jury sie weiter lassen sollte so: “Weil ich das Gesamtpaket habe!”. Auch vor ihren Mitstreitern nimmt sie kein Blatt vor den Mund und präsentiert sich von ihrer ja schon etwas zu überzeugten Seite: “Ich bin einfach so geil, ich bin dazu geboren und will da jetzt raus!”. Juror H.P. Baxxter scheint zumindest schon bei der ersten Begegnung der selben Meinung zu sein und stellt sein “X” für ihr Styling, ihr Aussehen und ihrer positven Aura mit einem riesen Grinsen vor sich auf.

Ob Madeleine aber auch genauso gut singen kann, wie sie aussieht? Und da ist man auch schon wieder beim Thema Überraschung: Mit “When Love Takes Over” von David Guetta feat. Kelly Rowlnad, überzeugt sie allein mit ihrer Stimme auch die Mädels der Jury; Pop-Queen Sarah Connor und Rockstar Sandra Nasic. Und so zieht die Hübsche Madleine auch schon schnell ins Bootcamp.

Nicht nur solche Überraschungen bestimmten die gestrige Sendung. Vor allem Gänsehaut bei der Jury verbreitete sich von einer Performance zur anderen. So auch durch Jennifa (21, Foto oben) aus Hamburg, die zunächst schüchtern und unscheinbar auf die Bühne tritt und dann mit ihrer tiefen Gesangsstimme für ergreifende Momente sorgte.

Doch wenn man glaubt es gibt nichts mehr zu toppen, ist man umso erstaunter wenn genau DAS passiert: Denn Für Staunen, offene Münder und Standing Ovations bei den Juroren sorgte die polnische Kandidatin Anna Hodowaniec (22, Foto unten), die extra für “X Factor” nach Deutschland gekommen ist: “Die Jury in Deutschland ist viel besser als die in Polen.” Schon nach den ersten Tönen ihrer Performance von “Listen” (Beyoncé) hat nicht nur “X Factor”-Moderator Jochen Schropp Backstage Gänsehaut am ganzen Körper, sondern auch Moses Pelham, der sich vor totaler Begeisterung kaum noch auf dem Stuhl halten konnte: “Wie kann denn jemand so singen?” Und auch die Kandidaten hinter der Bühne sprachen Respekt aus: “Die ist der Wahnsinn!”

Die Kandidaten bringen in dieser Staffel jedoch auch andere Talente mit, wie Vassili Lütke, der mit seiner Beatbox-Performance ganz besonders den Frontmann von Scooter, H.P. Baxxter beeindruckte: “So was wie Vassili macht die Sendung aus, dass auch mal verrückte Leute auftreten und man im ersten Moment denkt, was das denn werden soll”.

Ganz großes Glück hatte der Xavier-Naidoo-Fan Abdul-Hadi Arslan (Praktikant aus Hamburg). Mit dem Song “Und Wenn Ein Lied” von “Söhne Mannheims” zog er Sarah und Sandra in seinen Bann und sorgte für Diskussionen unter den Jurymitgliedern. Denn Entdecker von Xavier Naidoo, Moses Pelham, konnte dem nicht wirklich große Begeisterung schenken und stößt bei Sarah auf Unverständnis. “Du gehst in eine Konkurrenz zu dem Stück. Ich habe lange überlegt, ob überhaupt irgendjemand damit konkurrieren kann und bin zu dem Ergebnis gekommen: Nein. Ich glaube nicht, dass es für eine Platte reicht”, sprach Moses direkt. Und so blieb Sarah nichts anderes übrig, als ihre einzige Wildcard zu zücken, die dem 25 jährigen den Zugang ins Bootcamp ermöglichte.

Und diesen bekamen ebenfalls Aron Verfinger ( 19 ), der seine Ausbildung aus finanziellen Gründen abbrechen musste und in X Factor nun eine große Chance sieht. Hier gibts mehr über Aron.

Colin Rich(40, Foto unten) Sänger und Songwriter aus Berlin, der bereits ein alter Bekannter von Sarah Connor ist und weiß wie schwer es manchmal in der Musikbranche sein kann. Denn der Mann ist schon ewig im Geschäft und vor allem eine Berliner Szene-Größe. Sowie die angehende Bühnendarstellerin Lisa Abarer (29), die mit viel Lob der gesamten Jury sich 4 mal ein X einholte. Auch die Band “Josephine”, die einen ihrer eigenen Songs der Jury als “Weltpremiere” präsentierten. Dass sie zu “X Factor” gekommen sind, freut vor allem “Guano Apes”-Frontfrau Sandra Nasic: “Ich freue mich so wahnsinnig, dass ihr vorbeigekommen seid, weil ich weiß, dass es für Rockbands eine Überwindung ist, in eine Castingshow zu gehen. Genau wegen solchen Bands wie euch sitze ich hier – toller Song, Gänsehaut!”

Wer noch alles die Chance auf eine eigene Platte, gemeinsam produziert mit dem jeweiligen Mentor seiner Kategorie bekommt, zeigt sich am kommenden Sonntag auf VOX um 20.15 Uhr. Wie von den Kandidaten richtig erkannt: Wird auch diesmal nicht die perfekte Stimme gesucht, sondern derjenige, der den X Factor hat!

Fotos: VOX/Guido Lange, Andreas Friese, Jörg Carstensen, VOX/VP