Dienstag, 04. September 2012, 20:26 Uhr

Würstchenkönig Manni Kratz: Die hessische Nervensäge ist wieder da

Er ist ausgewandert und hat sich ein Imperium aufgebaut: Durch den Verkauf seiner deutschen Diskotheken wurde Manfred “Manni” Kratz (58) reich, durch seinen Imbiss in Marbella berühmt. Seit mehreren Jahren besitzt der gebürtige Offenbacher das erfolgreichste Fast-Food-Restaurant in der spanischen Küstenregion – “Manni’s Treff”.

Heute läuft auf VOX die zweite Folge von “Familie Kratz – Jetzt geht’s um die Wurst”.

Doch jetzt ziehen dunkle Wolken über Marbellas berühmtestem Bratwurst-Imbiss: Würstchenkönig Manni Kratz soll nämlich aus seinem rustikalen Laden einen Gourmet-Tempel machen. Seit Wochen ignoriert er die Forderungen der Vermieter und hat als Konsequenz noch immer keinen neuen Mietvertrag. Widerwillig renoviert Manni schließlich – aber nach seinem Geschmack, was schnell für neuen Ärger sorgt. Die ganzen Sorgen würde der urige Hesse am liebsten daheim in seiner 800-Quadratmeter-Villa im Nobelviertel El Rosario hinter sich lassen.

Das Prachtanwesen ist ein Überbleibsel aus goldenen Zeiten, als er noch Diskotheken besaß, teure Sportwagen fuhr oder sich aus purem Jux eben mal einen Tiger kaufte.

Wenn Manni an den Umbau denkt, wird ihm angst und bange: 30.000 Euro sind nötig und die zaubert auch der Würstchenkönig nicht so einfach aus der Tasche. Also beschränkt sich Manni nur auf das Nötigste, wie eine neue Markise oder ein knallrotes Dach. Ob die sparsamen Baumaßnahmen den Vermieter milde stimmen, bleibt abzuwarten.

Die Vertragsverhandlungen überlässt Manni seiner Tochter Rebecca, denn nach zwölf Jahren an der Costa del Sol spricht er immer noch kein Wort Spanisch. Das macht Manni bei den Vermietern der Imbissbude nicht gerade beliebt. Ein andalusisches Handwerker-Team ganz ohne Spanischkenntnisse zu leiten, erleichtert Mannis Leben auch nicht unbedingt – interkulturelle Missverständnisse sind hier vorprogrammiert.

Kurzerhand lässt Manni alles stehen und liegen und fliegt zu seiner neuen Freundin nach Deutschland. Während er im Liebesurlaub durch seine alte Heimat Hessen turtelt, machen auf Marbella Gerüchte die Runde, “Manni’s Treff” stehe vor dem Aus und sei längst einem anderen Interessenten versprochen. Ist das die Retourkutsche der Vermieter, weil Manni nicht renovieren will? Tochter Rebecca ist verzweifelt: Der Imbiss ist nicht nur Papas einzige Geldquelle, sondern sichert auch Rebeccas Zukunft als Mannis Nachfolgerin. Ihr bleibt nur eine Woche, bis ihr Vater zurückkommt – sieben Tage, um sich mit den Vermietern zu versöhnen, die Mitarbeiter zu motivieren und den Imbiss zu retten.

Fotos: VOX/99pro