Donnerstag, 06. September 2012, 12:20 Uhr

Ewan McGregor über seine erste Vater-Rolle in Tsunami-Drama

In seinem neuesten Film „The Impossible” verkörpert der schottische Hollywood-Export Ewan McGregor erstmals einen Familienvater. Die Rolle war für den selbst vierfachen Vater längst überfällig, wie er im Interview mit dem Männer-Stil-Magazin GQ dessen Cover er aktuell ziert, betont: „Ich bin jetzt über 40, aber ich habe in 16 Jahren Filmkarriere noch nie einen Papa gespielt. Das ist doch total schräg!“

In dem Drama spielt er an der Seite von Naomi Watts einen dreifachen Vater, der bei einer Tsunami-Katastrophe um das Überleben seiner Familie kämpft. Der Film soll 2013 in die deutschen Kinos kommen.

Von den Dreharbeiten mit seinen drei Film-Söhnen schwärmt der 41-Jährige: „Die waren echt bezaubernd, es war großartig mit ihnen zu arbeiten. Drei kleine, aber wahre Schauspieler und Naturtalente. Ein großer Spaß.“

Seine Eltern hätten ihn bei seinen Plänen, Schauspieler zu werden, immer unterstützt, so McGregor: „Mein Vater hat erstaunlich cool reagiert, als ich die Schule abbrechen wollte. Er hat nie einen Versuch unternommen, mich einzuschränken oder in irgendeinen Vernunftjob zu zwingen.“

Als Vater von vier Töchtern weiß er diese Freiräume rückblickend zu schätzen: „Das war wahrscheinlich das Wichtigste: dass er mir meine Unabhängigkeit gelassen hat. Ich bewundere meine Eltern dafür, dass sie da so entspannt waren. Es ist nicht einfach, Kindern derart viel Freiheit zu lassen. Ich mache mir jedenfalls ständig Sorgen um meine Mädchen“, so McGregor gegenüber GQ.

Im Interview mit GQ räumt McGregor außerdem das lang anhaltende Gerücht aus der Welt, er habe das Angebot ausgeschlagen, die Rolle des James Bond zu spielen: „Ich wünschte, es wäre so, dass ich die Rolle von James Bond tatsächlich abgelehnt hätte. Das war nicht der Fall“, erklärt er und ergänzt in Bezug auf die Filmproduzenten: „Ich habe mit den Broccolis geredet, ja. Doch es kam nie zu dem Punkt, wo sie mir den Bond angeboten haben und ich hätte Nein sagen müssen.“

Fotos: Summit