Donnerstag, 06. September 2012, 15:58 Uhr

Garrett Hedlund überrascht in "On the Road" mit Nacktszenen

Garrett Hedlund hat schon in „Country Strong“ und „Tron“ eine gute Figur gemacht, doch in der Verfilmung des Kultromans „On the Road“ (mit Sam Riley und Kristen Stewart, deutscher Filmstart: ist am 4. Oktober) wird er den großen Durchbruch schaffen.

In „On The Road“ spielt Garrett Hedlund den Schriftsteller Dean Moriarty, der sich auf einen Trip quer durch die USA macht und dabei Frauen, Drogen und den Rausch des schnellen Lebens genießt. Beim Interview mit Autorin Mariam Schaghaghi vom Magazin ‘Jolie’ in einem kleinen Hotel in Cannes wirkt der Schauspieler jedoch alles andere als draufgängerisch: eher ruhig und bedächtig, wie einer, der schon mit 28 ganz genau weiß, wohin seine Reise geht.

Vielleicht liegt Hedlunds Selbstbewusstsein auch darin begründet, dass er früh gelernt hat, über den Tellerrand zu blicken. Nach einer Kindheit als Landei in Minnesota zog er im Schlepptau der Mutter nach Arizona und ließ Sonntagsschule und Co. hinter sich. Dort eröffneten sich ihm neue Welten: „Bei einer Fahrt nach Los Angeles sah ich zum ersten Mal den Ozean und war überwältigt. Diese unglaubliche Kraft, die Unermesslichkeit des Meeres hat mich sprachlos gemacht“, berichtet Hedlund noch heute euphorisch.

Die Freude daran, Neues zu entdecken, ist ihm geblieben. Und so nahm Garrett Hedlund als 18-Jähriger seinen ganzen Mut zusammen und zog nach L.A., um Schauspieler zu werden. „Als ich mit meinem Pick-up aufbrach, hatte ich nicht mal einen Agenten. (…) Meine Mutter hat sich riesige Sorgen gemacht – und mich mit Nudeln und Reinigungsmitteln versorgt. Doch schon einen Monat später konnte ich sie beruhigen: Ich war für ‚Troja‘ engagiert worden, würde Brad Pitts Film-Cousin spielen und in London und auf Malta drehen. Bis dahin hatte ich nicht mal einen Reisepass gehabt. Sie war sprachlos“, berichtet er lachend.

Sprachlosigkeit ist Hedlund also gewöhnt. Und so hat er sich angesichts der Nacktszenen mit Kristen Stewart in „On the Road“ schon im Vorfeld einen pragmatischen Ansatz ausgedacht, um seinen Liebsten einen weiteren Schock zu ersparen: „Ich habe meiner Familie den Roman zu lesen gegeben, damit sie nicht erstaunt ist.“

Fotos: Concorde