Donnerstag, 06. September 2012, 22:40 Uhr

Kreischalarm: Robbie Williams beim Deutschen Radiopreis in Hamburg

Heute Abend fand im im „Schuppen 52“ im Hamburger Hafen die Verleihung des dritten Deutschen Radiopreises statt.

Die Veranstaltung startete gleich mit einem Kracher. Der britische Superstar Robbie Williams hielt die erste Laudatio des Abends für die beste Innovation im Radiobereich (der Preis ging an Christian Bollert und Marcus Engert vom Internetradio ‘detektor.fm) und machte auch gleich klar, warum er gekommen war: Nämlich damit seine Songs im Radio gespielt werden!

Robbie zeigte sich hellauf begeistert von der blendend aufgelegten, schwangeren Barbara Schöneberger, die durch den Abend führte und die er zur Begrüßung auf ihren schwangeren Bauch küsste. Robbie zu der entzückten Moderatorin: “Ich mag es einfach, Damen auf den Bauch zu küssen.” Barbara Schöneberger konnte ihre Aufregung angesichts des Erscheinens von Williams nicht verbergen und rief: “Die Milch schießt ein!”

Auf Barbaras Frage, wo er die ganze Zeit gewesen sei, antwortete Robbie: “Nun, ich habe ein Baby und ein Album gemacht!” Zu Udo Lindenberg, der einer der vielen Promis im Saal (und der Einzige der Zigarre qualmte) war, meinte Robbie: “Er ist der coolste Mann hier im ganzen Saal!”

Während der Show traten die Pet Shop Boys, Ed Sheeran, Lukas Graham und Unheilig mit Andreas Bourani, Udo Lindenberg und Clueso auf. Rundum eine äußerst gelungene Gala, ohne das Langeweile aufkam.

Verliehen wird der Radiopreis von den Hörfunkprogrammen der ARD, dem Deutschlandradio und den privaten Programmen. Die elfköpfige unabhängige Jury des Grimme-Instituts vergab in zehn Kategorien Preise unter anderem für die beste Innovation, die beste Morgensendung, das beste Nachrichtenformat, die beste Reportage und die beste Comedy. Der Beirat des Deutschen Radiopreises verlieh zwei Sonderpreise.

Grandios auch die Laudatio des 92-jährigen, mopsfidelen Altbundespräsidenten Richard von Weizsäcker, der sagte, dass er erst heute gelernt habe, was Radio ist und sich leicht verzettelte in der Dramaturgie seines Auftritts: “Ich bin halt zu jung für das, was hier von mir verlangt wird.”

Viele der Preise gingen an öffentlich-rechtliche Programme.

Hier sind die Gewinner:

Beste Morningshow: NDR 2, Ponik & Petersen – Der NDR 2 Morgen
Beste Sendung: Deutschlandradio Kultur – The crazy never die – Die Lange Nacht des Hunter S. Thompson
Beste Innovation: detektor.fm – CrowdRadio
Beste Comedy: ffn – Die Welt in 30 Sekunden
Bestes Nachrichtenformat: RPR1 – Der Tag in Rheinland-Pfalz
Beste Programmaktion: Klassik Radio – Beethoven für alle
Beste Reportage: SWR2 – Muamar al Gaddafi: Aufstieg und Fall eines Despoten“
Lebenswerk als Moderator: Die Berliner Radiolegende Arno Müller von 104.6 RTL, der mit seiner Morgenshow leider leer ausging
Beste Moderatorin: Sina Peschke – Landeswelle Thüringen
Bester Moderator: Werner Reinke – ebenfalls eine Radiolegende, der momentan für hr1 arbeitet

Fotos: NDR/Sebastian Gerhard, Marco Maas