Freitag, 07. September 2012, 12:58 Uhr

Die Pet Shop Boys genießen die Ruhe in Berlin

Die Pet Shop Boys sind von Berlin begeistert. Das britische Duo verrät, dass es gerne in der deutschen Hauptstadt zu Gast ist, da es dort so entspannt zugehe. “Wir verbringen dort etwa sechs Wochen im Jahr”, offenbart Sänger Neil Tennant im Interview mit ‘Zeit Online’.

“Was für eine ungewöhnliche Stadt, so herrlich ruhig und grün. Ich muss bei Berlin immer an einen Wald denken, in dem Gebäude stehen. Wir mögen die Geschichte, die Clubs und die Galerien. Die Szene ist entspannter als im stressigen London. Wenn ich von London nach Berlin fahre, ist das für mich, als würde ich aufs Land fahren.”

In Berlin gehen die beiden dann auch gerne in den weltbekannten Club ‘Berghain’. “Wir genehmigen uns am Sonntagmittag ein paar Pre-Lunch-Drinks und bleiben dann für eineinhalb Stunden. Es ist aufregend dort: die Dunkelheit und die ganzen Typen, die dort seit Stunden tanzen.”

Während andere Stars sich gerne auf Twitter mit ihren Fans austauschen, halten die Pet Shop Boys davon wenig. So findet Tennant, dass jüngere Popstars ihre Anhänger “herablassend” behandeln würden, indem sie “Banalitäten in die Welt” posaunen würden. Auch die Interaktivität des sozialen Netzwerks missfällt den Musikern. “Wir möchten kein zu enges Verhältnis zu unseren Fans aufbauen. Wir bleiben lieber mysteriös”, erklärt Chris Lowe und sein Kollege fügt hinzu: “Wir wollen kontinuierliches Geschwätz vermeiden. Wenn Popstars Social Media nutzen, ist das total unaufrichtig. Der Fan hat den Eindruck, mit dem Popstar zu kommunizieren. Aber diese Vertrautheit ist vorgetäuscht. Die Fans sind frustriert, weil du sie als Star erst so nah herangeholt hast und ihnen dann den Rücken zuwendest. Falls wir Twitter je wieder verwenden, dann nur als Marketingtool.” (Bang)

Foto: Patrick Hoffmann/WENN.com