Sonntag, 09. September 2012, 14:10 Uhr

Grandioser "Tatort" am Sonntagabend mit revolutionärem Ende

Der Kieler ‘Tatort’ heute Abend um 20.15 Uhr hat es in sich. Und alle Fans der Reihe, die nicht wissen wollen wie er ausgeht, sollten hier nicht zwingend weiterlesen. Regisseur Christian Alvart sagte dazu der ‘Bild’-Zeitung: “Wir wollten ein ,Tatort‘-Grundgesetz auf den Prüfstand stellen, ja, vielleicht absichtlich mal durchbrechen. Klar, es ist ungewöhnlich, aber künstlerisch interessant.“

Erstmals nach 481 Folgen gibt es nämlich – geradezu revolutionär für die Krimi-Reihe – kein Happy End. Der Täter entkommt.

Gespielt wird der unheimliche Stalker Kai Korthals in “Borowski und der stille Gast“ von einem grandiosen Lars Eidinger.

Und darum geht’s: Ein verzweifelter Anruf alarmiert den Kieler Polizeinotruf: “Er ist in meiner Wohnung. Er kommt einfach durch die Wand”. Doch für Carmen Kessler kommt jede Hilfe zu spät. Die junge Frau wird in ihrer Wohnung brutal ermordet aufgefunden. Kommissar Borowski (Axel Milberg) und seine Kollegin Sarah Brandt (Sibel Kekilli) stehen vor einem Rätsel.

Obwohl die Wohnungstür verriegelt ist und der Täter keinerlei Spuren am Tatort hinterlassen hat, scheint der Mörder bei dem Opfer ein- und ausgegangen zu sein. Er hat heimlich bei ihr gewohnt, ihr anonyme Geschenke gemacht und jede Gewohnheit seines Opfers studiert. Und er verwendet auch schon mal die Zahnbürste seines Opfers.

Für Kommissar Borowski beginnt damit ein nervenaufreibendes Katz-und-Maus-Spiel.

Der stille Gast ist unauffindbar und er hat bereits das nächste Opfer im Visier: Sarah Brandt. Und in deren Wohnung taucht er dann auch schließlich auf.

Fotos: NDR/Marion von der Mehden,