Freitag, 14. September 2012, 16:35 Uhr

Bettina Wulff schneidet in aktueller Umfrage schlecht ab

Die Ex-First-Lady des Landes, Bettina Wulff (38), ist eine Frau, die nur an sich selbst denkt. Das sagen rund zwei Drittel der Deutschen in einer repräsentativen Exklusiv- Umfrage der Frauenzeitschrift ‘Für Sie’. 77 Prozent halten Bettina Wulff NICHT für eine starke Frau. Im Gegenteil – fast jeder Zweite sieht in ihr eine eiskalte Karrierefrau (47 Prozent).

68 Prozent verzeihen ihr nicht, dass sie in ihrem ersten Buch “Jenseits des Protokolls” Privates an die Öffentlichkeit bringt und ihren Mann kritisiert (51 Prozent).

Die Presseberichterstattung reicht den Deutschen offenbar, der Verkaufserfolg des Buches bleibt hinter den Erwartungen zurück. der ‘Stern’ schreibt: “Der große Kaufrausch ist nicht eingetreten, die Bücher bleiben in ihren Regalen liegen.” Das Blatt zitiert u.a. den Pressesprecher der Buchhandlung ‘Heumann’ in Hamburg: “Betrachtet man den Umfang an Berichterstattung, kann man sagen, dass das Kaufverhalten der Kunden wesentlich zurückhaltender ist als bei vergleichbaren Werken. Natürlich wirkt die Berichterstattung immer zeitversetzt, eine Prognose ist daher noch nicht möglich. Aber das allgemeine Stimmungsbild in den Filialen deutet momentan darauf hin, dass die Kundenhaltung eher negativ ist”.

Der Münchner Riva-Verlag sieht das Jonglieren mit Zahlen gelassen. Dem ‘Stern’ sagte Julia Loschelder von der Presseabteilung: “Es gibt noch keine validen Zahlen. Bewertungen über den Erfolg kann man frühestens nach einer Woche abgeben”.

In einer Umfrage von Emnid gaben 81 Prozent an, zuvor von der Rotlicht-Geschichte gar nichts gewußt zu haben. Ein Desaster für die liebenswerte Bettina Wulff, die sich nun den Vorwurf gefallen muss, sich zu sehr der PR für ihr Buch ausgesetzt zu haben.

Frauenrechtlerin Alice Schwarzer hält laut Magazin ‘Focus’ das Wulff-Werk nicht für große Literatur, aber die Autorin für mutig: “Es geht schlicht um eine für diesen Menschen existenzielle Richtigstellung in eigener Sache. Und was die Marketingstrategie angeht: Das ist doch auch mal schön, dass hier eine, die mit größtmöglicher Wucht gehetzt und verleumdet wurde, mit größtmöglicher Wucht zurückschlägt.”

Unterdessen wurde bekannt, dass Star-Produzent und – Regisseur Nico Hofmann (52) das Buch verfilmen will. Hofmann, der derzeit die Politikerkarriere von Karl-Theodor zu Guttenberg zum Gegenstand einem Satire-Filmstoff macht, müßte aber eng mit den Wulffs zusammenarbeiten, damit das Projekt auch zustande kommt. Gegenüber dpa sagte er: “Die jetzt erschienene Biografie wird für die Verfilmung nicht ausreichend sein. Vielmehr geht es um eine Vertiefung und Zusammenarbeit”.

Fotos: Patrick Hoffmann/wenn.com, RIVA