Freitag, 14. September 2012, 12:49 Uhr

"Das Supertalent": Thomas Gottschalk über seine neue Rolle als Juror

Ein 87-jähriger Bungeespringer, dessen Seil nur in den Händen eines Bodybuilders gehalten wird; ein Papagei, der ‘Hänschen Klein’ singt; ein Mann, der Publikum und Jury mit einer Dose Rasierschaum verzaubert; und Neujuror Thomas Gottschalk, der empört den Saal verlässt – das sind nur einige Highlights der ersten Sendung von “Das Supertalent”.

Am Samstag, 15. September, startet um 20.15 Uhr die neue Staffel mit den Neuzugängen Thomas Gottschalk (62) und Michelle Hunziker (35) fast konkurrenzlos. In der ARD läuft nur der ‘Musikantenstadl’.

44.000 sollen sich beworben haben, doch nur einer wird “Das Supertalent 2012” und gewinnt die Siegprämie von 100.000 Euro. Oberjuror Dieter Bohlen, Thomas Gottschalk und die charmante Moderatorin Michelle werden sich die unterschiedlichsten, außergewöhnlichen und neuartigen Talente aus der ganzen Welt anschauen und bewerten, um gemeinsam mit den Zuschauern das größte Unterhaltungstalent des Jahres zu finden.

Neben der neuen prominenten Jury-Besetzung gibt es weitere Neuerungen bei der sechsten Staffel von “Das Supertalent”. Prinzipiell müssen aber alle Kandidaten wieder drei Runden überstehen, um “Das Supertalent” zu werden und die 100.000 Euro zu gewinnen: das Casting, das Halbfinale und schließlich das große Finale.

Neu in diesem Jahr ist, dass die Jury am Ende einer jeden Castingshow entscheiden kann, welche zwei Kandidaten noch mal vor ihnen und dem Publikum in einem Duell gegeneinander antreten sollen. Der Bewerber, der die Jury am meisten überzeugt, erhält einen goldenen Stern-Pokal und zieht direkt ins Halbfinale, in die großen Live-Shows, ein.

Zudem hat jeder Juror im Verlauf der Castingshows die Möglichkeit, seine Mitjuroren zu überstimmen und einen Kandidaten direkt in die Live-Shows zu befördern, indem er den “Goldenen Stern-Buzzer” drückt. Ab dem Halbfinale entscheidet dann wieder ganz allein der Zuschauer mit seinen Telefonanrufen, wer das größte Talent hat.

RTL zeigt die Suche nach dem “Supertalent 2012” in insgesamt vierzehn Folgen, elf Castingshows, die Anfang August in 24 Vorstellungen im Berliner Tempodrom aufgezeichnet wurden, sowie das Halbfinale und das Finale, die live aus Köln gesendet werden.

Thomas Gottschalk äußerte sich in einem RTL-Interview zu seiner neuen Rolle als Juror.

Thomas Gottschalk jetzt bei “Das Supertalent”. Wie kam es zu der Entscheidung?
Thomas Gottschalk: Ich saß ja nach meiner Vorabendpleite gerade ohne Job in Berlin und fand das Angebot, neben Dieter Bohlen in der Jury zu sitzen, erstmal riskant, aber auch faszinierend. Natürlich haben einige sofort aufgejault, auch in meiner Umgebung, aber ein Angsthase war ich nie. Und ich habe das Format früher in erster Linie deswegen beschimpft, weil es mir bei “Wetten, dass.. ?” die Zuschauer geklaut hat. Das war immer ein bisschen “old school” gegen modernes Unterhaltungsfernsehen.

Auf was können sich die Zuschauer ab 15. September freuen?
Thomas Gottschalk: Das Wichtigste sind natürlich beim ‘Supertalent’ die Leute, die da auf der Bühne stehen. Und da habe ich tatsächlich ein paar Sachen gesehen, die ich in 30 Jahren Showbiz noch nicht erlebt habe. Das hat wirklich Spaß gemacht. Und dann ist da die Jury, die sich bei jeder Performance zusammenraufen muss. Mal ist das ganz einfach, und dann sieht das mal jeder ganz anders. Man hat ja die Michelle zwischen Dieter und mich gesetzt, damit wir uns nicht an die Gurgel gehen.

Alle warten ja gespannt, wie sich die zwei Dickköpfe, die ehemaligen Konkurrenten verstehen. Was können wir erwarten?
Thomas Gottschalk: Dieter ist Dieter, und ich bin ich. Das wird auch so bleiben. Wir haben uns in der Vergangenheit beschimpft, aber auch geküsst. Das Knutschen haben wir diesmal gelassen, aber ansonsten kann man das ganze Spektrum einer Männerbeziehung besichtigen, wenn man uns bei der Arbeit zuschaut. Manchmal sagt der Dieter Sachen, für die ich ihn schlagen könnte, aber er liegt selten falsch damit. Was er sagt, ist meistens richtig, wie er es sagt, ist manchmal das Problem.

Wie würdest du deine Rolle in der Jury beschreiben?
Thomas Gottschalk: Wenn Dieter seine Entscheidungen aus dem Bauch fällt und Michelle dann mit dem Herzen dagegen hält, bin ich derjenige, der versucht, sein Urteil mit dem Kopf zu fällen.

Fotos: RTL, RTL/Andreas Friese, Interview: RTL