Dienstag, 18. September 2012, 11:33 Uhr

Charts der Woche: Billy Talent landen an der Spitze

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold: Dieser Spruch trifft bei Billy Talent in dieser Woche besonders zu. Den kanadischen Alternative-Rockern überkommt auf ihrer neuen Scheibe eine „Dead Silence“, mit der sie aus dem Stand die Spitze der media control Album-Charts erobern. Fans können sogar doppelt jubeln, denn Benjamin Kowalewicz & Co. werden ihre garantiert nicht leisen Hits im Herbst auf einer großangelegten Deutschland-Tour zum Besten geben.

Wenn jemand den Titel lebende Musiklegende verdient hat, dann sicherlich Bob Dylan. Obwohl bereits 71 Jahre alt, denkt der Schöpfer solch bedeutender Evergreens wie „Knockin‘ On Heaven’s Door“, „Hurricane“ und „Like A Rolling Stone“ noch lange nicht ans Aufhören. 50 Jahre nach seinem selbstbetitelten Debütalbum lässt er den „Tempest“ an zweiter Stelle los.

The XX hatten bereits vor drei Jahren einen Charterfolg, doch so richtig geht es für die Londoner Indie-Poprocker erst jetzt los: „Coexist“ stürmt von null auf drei.

Die nächsten Neulinge finden sich an fünfter und sechster Stelle wieder. ZZ Top haben lange Bärte und einen noch längeren Atem im Musikbusiness, denn mit Hilfe von „La Futura“ bringen sie zum 13. Mal einen Longplayer in der Top 100 unter. Die Essener Hip-Hop-Gruppe 257ers („HRNSHN“), deren Name an der Postleitzahl ihres Stadtteils angelehnt ist, feiert eine Position dahinter eine gelungene Chartpremiere.

Mit einem spektakulären Einstieg des neuen Albums „Elysium“ auf Platz 7 der deutschen Charts schaffen die Pet Shop Boys ein gelungenes Comeback. Drei Jahre nach dem letzten Album „Yes“ sind Neil Tennant und Chris Lowe wieder da, wo sie hingehören: Auf die vorderen Ränge der Charts.

In den Single-Charts waren die Lieder der Vorwoche erneut am erfolgreichsten. „One Day/Reckoning Song (Wankelmut Remix)“ von Asaf Avidan & The Mojos rangiert vor Lykke Lis „I Follow Rivers“ und „She Wolf (Falling To Pieces)“ von David Guetta feat. Sia.

Der vom DJ Mag als „#1 DJ 2011“ gelistete Franzose zeichnet auch für den besten Neueinstieg verantwortlich. Wie üblich kann er sich dabei auf prominente Unterstützung verlassen: Die gemeinsam mit den US-R’n’B-Stars Ne-Yo und Akon aufgenommene Nummer „Play Hard“ schlägt auf der neunten Position auf.

Wie schon bei „Keinohrhasen“ („Apologize“) und „Zweiohrküken“ („Secrets“) steuern OneRepublic auch dieses Mal den Titelsong zu einem Til-Schweiger-Film bei. Das gute Stück heißt „Feel Again“, unterstützt musikalisch den in der kommenden Woche anlaufenden Streifen „Schutzengel“ und fühlt sich an elfter Stelle pudelwohl.

Fotos: Dustin Rabin, EMI