Dienstag, 18. September 2012, 9:24 Uhr

Mark Medlock bepöbelt sein Publikum und verteidigt Attacke

Ex-DSDS-Sieger Mark Medlock hatte wieder einen seiner uncharmanten Aussetzer. Der 34-jährige  Sänger trat am vergangenen Samstag beim 20-jährigen Firmenjubiläum eines Reifenherstellers in Tüttleben (Thüringen)gegen 22.30 Uhr  auf. Nachdem einige Provokateure im Publikum für Buh-Rufe sorgten, rastete der – Augenzeugenberichten zufolge – deutlich angetrunkene gebürtige Hesse vor den rund 3.000 Leuten bei seinem Auftritt aus.

Medlock, einst Dieter Bohlens Liebling, hatte die Bühne mit Bierflasche und Zigarette betreten, als er bereits mit Schimpftiraden begann. Das Publikum bepöbelte er u.a. mit “Ihr seid mir so ein unsympathisches Publikum” und “Ihr Schwuchteln!“ Auf Videos, die im Netz kursieren ruft er: “Ihr geht mir so am Arsch vorbei. Weißte, dass ich euch gar nicht höre? Ich höre nur meine Stimme und das ist auch das, was ich hören soll.”

Einer Frau rief er zu: “Da sagst du auch noch ‚buh‘ zu mir, du Bitch? Du sagst zu mir ‚buh‘? Dann stell dich mal hier hoch zu mir mit deinem fetten, schwabbeligen Arsch und mess das mal mit meinem Arsch!” (…) Dein Arsch hat so viel Cellulitis, du kannst heimgehen, du Bitch!“

Zu den Gründen seiner Attacken äußerte sich Medlock am Montag. Seit Wochen sei er im Internet und telefonisch bedroht worden: “Es wurde mit Rassismus und Schwulenfeindlichkeit gedroht, und dass man die Veranstaltung hoch gehen lassen wollte”.

Offenbar wurde nach dem neuerlichen Skandal von ihm nun auch seine Facebook-Seite vom Netz genommen.

Heute verbreitete sein Management diese Erklärung von Mark: “Bei dem Konzert in Gotha/Tüttleben am letzten Samstag wurde ich während meines Konzertes von einigen Gästen der Veranstaltung mit übelsten rassistischen Anfeindungen und herabwürdigenden Schmähungen konfrontiert. Das alles hat mich sehr verletzt. Leider habe ich auf diese Beleidigungen sehr emotional reagiert, was ich im Nachhinein sehr bedauere. Es tut mir insbesondere für die große Mehrheit des Publikums, das sich – wie ich – auf eine gute Show gefreut hatte, außerordentlich leid.”

Foto: Schultze-Coulon/webnn.com, obs/M-L-M