Donnerstag, 20. September 2012, 11:14 Uhr

Joaquin Phoenix: Seine schräge Mockumentary gilt als Neuanfang

Joaquin Phoenix verrät, dass er durch seine Mockumentary ‘I’m Still Here’ wieder die Lust aufs Schauspielern bekam. Der einstige Kinderstar gab sich 2010 für Casey Afflecks Pseudo-Doku als Möchtegern-Rapper aus und erntete damit weitestgehend Stirnrunzeln. Nun gesteht er, dass der Streifen – trotz der Skepsis der Öffentlichkeit – sein Rettungsanker war, nachdem ihm sein Job überdrüssig geworden war.

“Teil des Grundes, warum ich von der Schauspielerei frustriert war, war die Tatsache, dass ich sie zu ernst genommen habe”, erklärt der 37-Jährige Hollywodstar gegenüber ‘Time.com’. “Ich will so gut sein, dass ich mir selbst im Weg stehe. Es ist wie die Liebe: Wenn du dich verliebst, dann bist du nicht mehr du selbst. Du verlierst die Kontrolle darüber, natürlich sein zu können und deine schönen Seiten zum Vorschein zu bringen, und man sieht dir nur noch deine absolute Verzweiflung an. Und das ist sehr unattraktiv. Als ich mich dann [mit ‘I’m Still Here’] zum Idioten machte, war das befreiend.”

So habe er sich damals nach den Anfängen seiner Karriere gesehnt. “Ich hatte einfach schon zu lange geschauspielert und das hat mich auf gewisse Art ruiniert. Ich wollte mich selbst in eine brandneue Situation befördern und mich dadurch zu einer neuen Herangehensweise an die Schauspielerei inspirieren. Und das hat geklappt.” (Bang)

Fotos: wenn.com