Freitag, 21. September 2012, 9:24 Uhr

Katharina Saalfrank geht weiter auf Distanz zur "Super Nanny"

Katharina Saalfrank, ehemals die “Super Nanny” auf RTL, geht knapp einem Jahr nach dem Ende ihrer Sendung weiter auf Distanz zu dem Erfolgsformat. “Unter dem Druck anderer Sendungen, die mit ,Scripted Reality’ arbeiteten, wurde auch die ‘Super Nanny’ immer schneller geschnitten, dazu gab es dramatisierende Zeitlupen, mit Musik unterlegt, alles unnötig”, erklärt die gelernte Pädagogin dem Familienmagazin Nido in einem Interview, das in der aktuellen Ausgabe (ab heute im Handel) erscheint. “Die Sendung wurde immer weniger dokumentarisch und es gab kaum Zeit für Gespräche in den Familien.”

Saalfrank, die schon während ihres Abiturs zum ersten Mal Mutter geworden ist und inzwischen vier Söhne hat, kritisiert zudem den Umgang mit Gewalt gegen Kinder in Deutschland.

“Leider habe ich kürzlich in einer Studie gelesen, dass vierzig Prozent der Eltern Ohrfeigen und Klapse immer noch als gängiges Erziehungsmittel anwenden. In dieser Hinsicht hat sich in den vergangenen Jahren kaum etwas getan. Erst seit dem Jahr 2000 haben Kinder ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Deutschland ist hier sehr rückständig.”

Die bekannte Pädagogin ist derzeit mit ihrem Programm “Nein, Mama“ auf Tournee und plauderte darin fast zweieinhalb Stunden über Trotzphase, Schulalltag und Pubertät.

Foto: Eva Napp/wenn.com