Montag, 24. September 2012, 15:30 Uhr

Til Schweiger: "In meinem ersten 'Tatort' wird gleich die Post abgehen"

Til Schweiger, einer der erfolgreichsten deutschen Film-Stars, liebt seine Kinder nicht nur als Vater, sondern schätzt sie inzwischen auch als seine Kollegen. “Ich mag keine abgebrühten Schauspieler, sondern glaubwürdige”, sagt Schweiger jetzt im Interview mit dem Magazin ‘Reader’s Digest’ über die gemeinsame Arbeit mit der seiner Tochter Luna. Und weiter: “Bei Luna wusste ich, dass sie über das nötige Talent verfügt.” Am 27. September kommt Schweigers neuer Film “Schutzengel” in die deutschen Kinos, ein Actionfilm mit Vater und Tochter in den Hauptrollen.

Darin spielt Schweiger einen ehemaligen Elitesoldaten, der ein Mädchen (Luna Schweiger) vor Killerkommandos schützen soll. “Ich wollte die Geschichte von zwei gestrandeten Figuren erzählen, die das Schicksal zusammenbringt. Jeder wird zum Schutzengel des anderen”, sagt Til Schweiger. Der 48-Jährige ist mit der Leistung seiner Tochter über alle Maßen zufrieden: “Alle Emotionen, die sie in “Schutzengel” zeigt, hat sie auch im normalen Leben. Außerdem waren die Dreharbeiten eine tolle Zeit, die ich intensiv mit meinem Kind verbringen konnte”, schildert Schweiger seine Erfahrungen und umschreibt dort auch, was ein Vater aus seiner Sicht leisten sollte: “Er muss seinen Kindern Vertrauen in die Welt geben und Sicherheit ausstrahlen. Und er muss ihnen das Gefühl vermitteln, dass er sie liebt und immer für sie da ist, wenn sie ihn brauchen.”

Bei “Schutzengel” zeichnet der Hauptdarsteller, Regisseur und Produzent einmal mehr auch als Co-Autor verantwortlich. “Als Schauspieler kannst du rum sitzen und jammern, dass du keine guten Angebote kriegst. Oder du gehst hin und entwickelst selbst etwas. Den Tipp gebe ich jedem jungen Schauspieler”, sagt Schweiger in Reader’s Digest. Dabei müsse man aber auch Mut zum Risiko beweisen. “Ein Flop kann jedem einmal passieren, aber beim zweiten wird’s eng. Erfolg ist wichtig, um weiter arbeiten zu können. Und das möchte ich.”

Weiter arbeitet Schweiger zunächst für einen echten TV-Klassiker: Als “Tatort”-Kommissar in Hamburg will der gebürtige Freiburger dem Sonntagabendkrimi neuen Schwung verleihen: “Bei meinem ersten Fall wird man bestimmt nicht sehen, wie ich mein Büro beziehe und erst mal alle Anwesenden begrüße. Da wird gleich die Post abgehen!” Wir sind sehr gespannt. (ots)

Foto: wenn.com