Mittwoch, 03. Oktober 2012, 15:29 Uhr

Mick Hucknall ist mit Solo-Album "American Soul“ zurück

Der Frontmann von Simply Red ist zurück. Mick Hucknall gehört anerkannterweise zu den besten britischen Sängern und hat eine Stimme, die das Blut in den Adern warm werden lässt. Zurzeit gibt es kaum einen anderen Künstler, der ihm in dieser Beziehung das Wasser reichen könnte.

Schon 2007 verkündete der Simply Red-Sänger, dass die Band sich nach der Farewell-Tournee im Jahre 2010 auflösen wird und Hucknall sich dann seiner Solokarriere widmen würde. Es ist genauso gekommen, und mit “American Soul“ (kommt am 26. Oktober raus) beginnt Hucknall dieses Unternehmen äußerst vielversprechend.

Auf American Soul präsentiert der 51-Jährige 12 Soulsongs, denen er mit seiner außergewöhnlichen Stimme neues Leben verleiht. Darunter befinden sich Tracks wie I’d Rather Go Blind von Etta James, I Only Have Eyes For You von den Flamingos, Tell It Like It Is von Aaron Neville und Don’t Let Me Be Misunderstood von Nina Simone. Als erster Vorbote für das gelungene Album wird Otis Reddings That’s How Strong Our Love Is am 7. September ans Radio gehen. Ein glänzendes Repertoire für einen Sänger wie HUCKNALL, der hier alle Register seines Könnens ziehen kann.

Soul hat auf Mick Hucknall schon immer eine immense Faszination ausgeübt. Nicht umsonst war bereits die erste Simply Red-Single eine fast klassische Soulnummer: Money’s Too Tight (To Mention) von den Valentine Brothers, das 1984 als Single und 1985 auf dem Simply Red-Debüt „Picture Book“ veröffentlicht wurde. Auch der erste große US-No.1-Hit Holding Back The Years (1985) schöpfte untrüglich aus der Emotionalität des Soul und wurde längst zu einem Jazz- uns Soul-Standard. Für ihre Version von If You Don’t Know Me By Now, das im Original von Harold Melvin and the Blue Notes (1972) stammt, wurden Simply Red 1990 sogar mit einem Grammy belohnt.

Die Entscheidung, mit einem reinem Soul-Album als Solokünstler zu debütieren, fiel jedoch im Jahr 2010 durch die fruchtbare Begegnung mit einigen britischen Urgesteinen des Rhythm & Blues. In diesem Jahr arbeitete Hucknall mit dem Kern der Faces sowie mit Charlie Watts und Bill Wyman zusammen, die ihn zu diesem Schritt inspirierten: „Es war die Arbeit mit Ron Wood und den Faces, aber auch die gelegentlichen Abstecher mit Charlie Watts und Bill Wyman, die mir deutlich machten, wie sehr ich es liebe, den Old School-R&B zu singen. Sie spielten eine wichtige Rolle in meinem Entschluss, dieses Album aufzunehmen.“

Fotos: Dean Chalkley