Donnerstag, 04. Oktober 2012, 13:39 Uhr

Dieter Thomas Heck: "Gottschalk soll doch zu Hause vor seiner Frau auftreten"

TV-Legende Dieter Thomas Heck (74) ist ein Urgestein des deutschen Fernsehens. Im Interview mit dem Magazin ‘GQ’ kritisiert er, dass Thomas Gottschalk mit seinem Juryauftritt an der Seite von Dieter Bohlen bei „Das Supertalent“ in Konkurrenz zu seiner alten Sendung „Wetten, dass…?“ tritt: „Die feine englische Art ist das nicht. Ich begreife das ohnehin nicht, die beiden waren ja nie beste Freunde, aber kaum sehen sie das Geld, sind sie plötzlich ganz dicke und machen das.“

Für Gottschalks Rechtfertigung, er sei ein Clown von Beruf und brauche den Auftritt, zeigt Heck wenig Verständnis: „Dann soll er zu Hause vor seiner Frau auftreten. Ich habe mich entschieden, nach 41 Jahren muss man sagen können: Danke, das war’s.“

Dem Zustand der aktuellen Fernsehlandschaft kann Dieter Thomas Heck ohnehin wenig Gutes abgewinnen, erklärt er in dem Interview: „Die Moderatoren sind heute gleichförmig. Ich bin entsetzt, wie wenig Einfallsreichtum vorhanden ist. Wenn ich zwei Ausnahmen nennen müsste, dann wären das Markus Lanz und Jörg Pilawa.“

Nicht nur die Moderatoren, auch die heutigen TV-Formate sieht der 74-Jährige kritisch: „Was mir nicht gefällt, sind die heutigen Quizsendungen. Es geht mir um das öde Konzept dieser Shows und vor allem, dass es in zig Sendungen genauso stattfindet. Pilawa, Hirschhausen – alle machen das Gleiche.“

Auch den neuen Medien kann der Alt-Meister des Unterhaltungsfernsehens wenig abgewinnen: „Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie gegoogelt. Meine Frau kann mit dem Gerät etwas umgehen. Ich frag sie manchmal, bitte google mir doch mal dieses und jenes. Das druckt sie mir dann aus.“

Fotos: wenn.com, RTL