Freitag, 05. Oktober 2012, 11:53 Uhr

"Männer zum Knutschen": Deutscher Jungstar trifft die Kaiserin von Japan

Die Independent-Komödie “Männer zum Knutschen“ war in der Kino-Sommersaison ein Überraschungserfolg mit Ausrufezeichen und Hauptdarsteller und Produzent Frank Christian Marx hatte seitdem keine ruhige Minute mehr. Innerhalb eines Monats reiste er in 24 Städte rund um den Globus, um seinen ersten Film vorzustellen.

Zuletzt stand auch noch eine Odysee nach Tokio/ Japan an, wo die Berlin-Komödie  auf dem dortigen Filmfestival vor begeisterten Publikum lief. Mit seinem Geschäftspartner und Co-Darsteller Udo Lutz (zweites Foto) wurde er eigens vom deutschstämmigen Goethe Institut  eingeflogen. klatsch-tratsch.de erzählt er von seinen Erlebnissen.

„Ich hatte bisher immer nur vom Hörensagen erfahren wie verrückt Japaner, speziell die Mädchen, sein können“ so der Wahl-Berliner. „Es dann aber wirklich am eigenen Leib zu spüren hat mich umgehauen. Die sind alle in Kreischen ausgebrochen als wäre ich Robert Pattinson.“

Frank hatte allerdings sehr schnell bemerkt, dass Japan eine ganz andere Kultur hat. “Die Stimmung im Saal war anfangs sehr unwitzig. Keiner hat gelacht. Bis nach zehn Minuten plötzlich ein kleines Mädchen drei Reihen vor uns herumkicherte. Es dauerte keine zehn Sekunden, da kicherte schon die Nächste und die Übernächste und so ging es immer weiter. Wie Dominosteine nacheinander fing plötzlich der ganze Saal an zu lachen“.

Natürlich wollte Marx wissen was es damit auf sich hatte und erfuhr mit der Antwort einiges über die Kultur. „Japaner wollen im Kino nicht die Ersten sein, die lachen“ erzählt er, „sie warten auf den Ersten der dies tut und schließen sich ihm dann an.

Bei der nächsten Vorstellung des Films mußten Lutz und Marx dann über eine Stunde lang Autogramme geben und versprechen bald wiederzukommen. „Ich kann mir sehr wohl vorstellen für eine Weile mal in einer Stadt wie Tokio zu wohnen“ schwärmte Marx, gesteht aber, dass er sich an das Quietschbunte dieser Stadt erst einmal gewöhnen müßte. „An jeder Ecke hängen große Werbebanner mit schmoll-lippigen Comicfiguren“.

Natürlich hat es sich der 33jährige auch nicht nehmen lassen das Park Hyatt Hotel, in dem schon Scarlett Johannson den Film „Lost in Translation“ drehte, zu besuchen. „Wenn man sich diesen Film ansieht, dann bekommt eine sehr genaue Vorstellung von dieser Stadt und wie schnell man in ihr verloren gehen kann, denn englisch spricht dort kaum jemand.“ erzählt er.

Das aufregendste Erlebnis war für den “Männer zum Knutschen“-Star allerdings eine ganz besondere Begegnung.

„Wir feierten einen Geburtstag am Strand und plötzlich fing die ganze Menge an zu flüstern und dann zu einem bestimmten Platz zu rennen wo gerade ein Boot angelegt hatte. Wir sind natürlich neugierig mit gegangen und sahen dem Boot neben zahlreichen Leibwächtern zwei gemütlich ausschauende ältere Menschen entsteigen. Ich dachte, dass ich gleich um umfalle, als die Frau auf mich zukam und ich ihr intuitiv die Hand entgegenstreckte“. Mit nur einer Badehose bekleidet stand Marx plötzlich der Kaiserin Michiko gegenüber.

„Ich fing natürlich sofort an zu stottert“ bemerkte er lachend. “Sie fragte mich ob wir Touristen seien und ich erzählte dass wir in der Stadt unseren Film vorstellen, dann rief sie ihren Mann, Kaiser Akihito der mir auch noch die Hand schüttelte und mich herzlich in ihrem Land willkommen hieß. Später erfuhren wir von den Einheimischen, dass es so gut wie nie vorkommt dass man die beiden Hoheiten persönlich und vor allem so privat sieht.“

„Diese Begegnung wird von jetzt an unser persönlicher Glücksbringer sein“ schmunzelt Marx.

Wieder in Deutschland angekommen gönnt er sich aber erstmal eine kleine Kreativpause, bevor er mit seiner Firma Ente Kross Film den nächsten Film angeht und in seiner nächste Rolle, dem Drama „Grenzverletzer“ einen Mauerschützen in der DDR spielt.

Die DVD “Männer zum Knutschen” gibt es jetzt im Handel!