Dienstag, 09. Oktober 2012, 14:42 Uhr

Dirk Bach: Kopfgeld auf Nazi-Propaganda- Seite "kreuz.net" soll erhöht werden

Der Berliner Bruno Gmünder Verlag hatte am 5. Oktober 15.000 Euro “Kopfgeld” für Informationen über die Macher von kreuz.net ausgesetzt. Das Portal hatte den Entertainer Dirk Bach nach dessen Tod als “Homo-Gestörten” und sexuell krank bezeichnet und legt fast täglich mit Hasstiraden wie diesen nach: “Homo-Satan gegen ‘kreuz.net’”, “Jetzt droht der Sittenverderber mit der Homo-Gestapo!” und “Einsam, hoffnungslos, düster – die verbrannten Überreste von Dirk Bach sind vergraben worden.”

Die Aktion ‘STOPPT KREUZ.NET’ stößt unterdessen auf breites Echo in den Medien und in sozialen Netzwerken. Deshalb wird die Kampagne jetzt erweitert: Ein Spendenkonto für die Erhöhung des “Kopfgeldes” und weiterer Recherchekosten ist eingerichtet, und Dr. David Berger (“Der Heilige Schein”) ist der neue Koordinator.

Nachdem der Bruno Gmünder Verlag am Freitag-Abend 15.000 Euro Kopfgeld für juristisch verwertbare Informationen über die Hintermänner des Portals für sogenannte “Katholische Nachrichten” ausgesetzt hatte, sind keine 48 Stunden später schon hunderte Hinweise auf [email protected] eingegangen.

Tino Henn, Vorsitzender der Geschäftsführung (Foto unten links) zum riesigen Erfolg der Kampagne: “Wir freuen uns enorm über das breite Echo in den Medien und über den Widerhall, den STOPPT KREUZ.NET auf sozialen Plattformen gefunden hat. Wir arbeiten eng mit den Behörden zusammen, um die bei uns eingegangenen Informationen möglichst schnell und juristisch erfolgreich auswerten zu können. Es geht uns als Unternehmen nicht darum, kreuz.net kurzfristig lahmzulegen, wie es andere versuchen, sondern darum, die Hintermänner dingfest zu machen und zur Verantwortung zu ziehen.”

Aufgrund des enormen Echos hat der Verlag STOPPT KREUZ.NET erheblich erweitert. Als neuen Koordinator der Kampagne konnte Tino Henn den renommierten Theologen und Bestsellerautor Dr. David Berger (“Der heilige Schein”) gewinnen. Berger engagiert sich seit Jahren gegen die Homophobie und Menschenverachtung von kreuz.net und gilt als deren wichtigster kritischer Kenner. Er wird auch die Öffentlichkeitsarbeit koordinieren und ist Ansprechpartner für Medien.

David Berger: “Der Kampf gegen kreuz.net ist mir eine echte Herzensangelegenheit. Wir leisten mit STOPPT KREUZ.NET etwas, das eigentlich die katholische Kirche tun müsste, um ihr Gesicht zu wahren. Wir als LGBTI-Community haben lange genug dabei zugesehen, wie man im Internet zu Hass und Gewalt gegen uns aufruft. Die perfiden Verunglimpfungen von Dirk Bach haben das Fass zum Überlaufen gebracht. Wir können hier nicht länger tatenlos zusehen. Denn der Schritt von verbaler Aggression hin zu realen Gewalttaten ist vorprogrammiert. Wenn wir jetzt mit gemeinsamen Kräften handeln, können wir ein weithin sichtbares Zeichen setzen.”

Auf vielfachen Wunsch der Unterstützer der Kampagne hat der Verlag nun ein Spendenkonto eingerichtet, auf dem Geld für die Erhöhung der Belohnung und für die Deckung weiterer Recherchearbeiten nach den Machern von kreuz.net gesammelt wird.

Kontoinhaber: Notar Bernhard Falkenstein, Kontonummer: 959 11 73 02 bei der Deutschen Bank AG, BLZ 100 700 24, Verwendungszweck: stopptkreuznet

Tino Henn: “Auch der kleinste Betrag hilft, da sind wir sicher. Aber natürlich freuen wir uns sehr, wenn andere Unternehmen oder Einzelpersonen die Aktion mit größeren Summen unterstützen. Alle Mitstreiter sind uns sehr willkommen!”

Der Verlag hat zusätzlich eine Internetseite eingerichtet, die über den aktuellen Stand informiert. Erreichbar ist diese unter www.stopptkreuznet.de.

Foto: Gmünder, wenn.com, Fotolia