Samstag, 13. Oktober 2012, 10:04 Uhr

TV-Sportreporter-Legende Harry Valérien starb friedlich in einem Auto

Harry Valérien ist tot, eine der Ikonen des deutschen Sportfernsehen ist tot. Der Mitbegründer und Moderator des ‘Aktuellen Sportstudios’ starb gestern im Alter von 88 Jahren an Herzversagen in einem Auto.

Er habe als Mitfahrer mit seiner Frau, der ehemaligen norwegischen Skirennläuferin Randi, und Bekannten in dem Wagen gesessen.

Valériens Schwiegersohn Stefan Glowacz sagte dazu der Nachrichtenagentur dpa, Valérien sei bei einem Treffen mit ehemaligen Kollegen und Skirennläufern in Oberbayern gewesen: “Auf der Rückfahrt zu seinem Wohnort am Starnberger See ist er dann im Auto eingeschlafen und an Herzversagen gestorben”.

Valérien arbeitete als Fernsehreporter beim ZDF, bei Sat.1 und später auch bei Premiere. Zwischen 1963 und 1988 moderierte er das “Sportstudio” im ZDF.

Valérien wurde für seine Ausgewogenheit zwischen kritischer Distanz und Fairness sowie auch für seine Neugier, seinen Charme und seinen bayrischen Wortwitz geschätzt.

Das Paar hatte die gemeinsamen Töchter Tanja und Laila, die 1962 bzw. 1964 geboren wurden. Laila starb 2007. Tanja ist mit dem Bergsteiger Stefan Glowacz verheiratet.

ZDF-Intendant Dr. Thomas Bellut würdigt Harry Valérien als einen der ganz Großen im Sportjournalismus: “Harry Valérien hat die Sportberichterstattung des ZDF nachhaltig geprägt. Noch heute – mehr als zwei Jahrzehnte nach seinem Abschied vom “aktuellen Sportstudio” – ist er eine bekannte Größe. Ich war schon als junger Fernsehzuschauer ein Fan von Harry Valérien. Er hatte seinen ganz eigenen Stil und einen feinen Humor, war immer souverän, sympathisch und aufmerksam. Auf diese Weise hat er seine Begeisterung für den Sport in seiner ganzen Breite und seine große Sachkenntnis an das Publikum weitergegeben. Harry Valérien wird uns sehr fehlen.”

Für seinen früheren Kollegen Dieter Kürten war Harry Valérien ein Vorbild und ein guter Freund. Dieter Kürten: “Für Generationen von Journalisten in Funk und Fernsehen war Harry ein Idol. Er hatte immer einen festen Standpunkt, den er nie verließ. Er war ein Meister des geschliffenen Wortes und auf seine ganz besondere bayerische Art bodenständig und amüsant. Ich habe viel von ihm gelernt und werde ihn nicht vergessen.”

Foto: wenn.com