Montag, 15. Oktober 2012, 12:56 Uhr

Diane Kruger über ihre Beziehung, Hollywood-Lehren und ihre Heimat

Der deutsche Hollywood-Export Diane Kruger ist nicht nur das Covermodel der deutschen Novemberausgabe von Glamour– sie hat das aktuelle Heft, das heute als Deutschland-Spezial erscheint, auch als Co-Chefredakteurin mitgestaltet: „Ich vermisse Deutschland oft sehr, und die Vorbereitung auf meinen ‚Editor-Job‘ hat bei mir richtig Heimweh geweckt. So sehr, dass ich am nächsten Tag ein Ticket nach Hause gebucht und meine Familie überrascht habe“, schreibt Kruger im Editorial des Modemagazins. „Ich habe kiloweise deutschen Kaffee zurück nach Paris gebracht und mich für die nächsten zehn Jahre an Herrentorte satt gegessen.“

In einer Fotostrecke im Heft präsentiert der Hollywoodstar zudem seine Lieblingslooks für den Herbst: „Für mich ist Mode mehr als modisch auszusehen. Sie ist Ausdruck meiner Persönlichkeit. Ich möchte mich nicht verkleiden, sondern so aussehen, wie ich bin“, erklärt die 36-Jährige im Interview. Dass sich die meisten Stars, vor allem in den USA, mittlerweile von Stylisten beraten lassen, kann Kruger verstehen, sieht diese Entwicklung aber auch kritisch: „Die Presse ist richtig böse, da landet man schnell auf der Worst-dressed-Liste. Und weil sich alle Stars sicher fühlen wollen, kommt es dazu, dass sie ziemlich langweilig rumlaufen und auf dem roten Teppich jedes Jahr die gleichen üppigen Korsagen-Ballkleider tragen“, so Kruger.

Das Wichtigste, das sie Hollywood gelehrt habe, sei deshalb: „sich eine dicke Haut zuzulegen. Und den Mut zu haben, auch mal ‚Nein‘ zu sagen. Das kann man sich als junger Schauspieler zwar nicht wirklich leisten, aber man sollte früh genug damit anfangen.“

Bei Auftritten auf dem roten Teppich wirkt Diane Kruger stets gut gelaunt und ausgeglichen. Großen Ärger, so die Schauspielerin, merke man ihr vor allem an zwei Dingen an: „Ich brauche lange, um aus der Ruhe zu geraten. Ich schreie nie, ich werde eher ganz leise, und wenn beim Diskutieren mein deutscher Akzent zum Vorschein kommt, dann weiß zum Beispiel Josh ‚Oh, jetzt wird es ernst, ich sollte besser die Klappe halten …‘.“ Von ihrer sechsjährigen Beziehung mit Schauspielkollege Joshua Jackson schwärmt sie: „Ich habe das erste Mal das Gefühl, dass ich nicht weglaufen will, wenn die Dinge schwierig werden. Wie alle Paare haben wir Ups and Downs, aber für uns beide gilt, dass wir uns wichtiger sind als alles andere. Und dass wir daran arbeiten wollen!“