Montag, 22. Oktober 2012, 17:35 Uhr

GZSZ: Das ist der böse Mesut Yildiz - gespielt von Mustafa Alin

Eine kriminelle Vergangenheit, jede Menge Macho-Gehabe und ein loses Mundwerk – das ist Mesut Yildiz, eine der neueren und beliebten Figuren bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ – montags bis freitags um 19.40 Uhr bei RTL. Gespielt wird der Charakter in Deutschlands erfolgreichster täglicher Serie von Mustafa Alin (34).

Mesut Yildiz ist nicht unbedingt das, was man ein Vorbild nennen würde. Schon als Jugendlicher wurde er kriminell, war mit Tayfun Badak (gespielt von Tayfun Baydar) in einer Gang aktiv. Er kann sehr misstrauisch sein, lässt sich ungern in die Karten schauen. Mesut will mit coolen Sprüchen punkten. Über seine Witze kann meist jedoch nur er selbst so richtig lachen. Auch beruflich läuft es nicht optimal: Als Aushilfe oder Teilhaber im Spätkauf geht er lieber eigene Wege – manchmal auch unkonventionelle….

Doch über die Zeit erfahren die GZSZ-Zuschauer auch von Mesuts anderer Seite, da er durchaus zu Gefühlen fähig ist. Er hat das Herz auf dem rechten Fleck. So hat er ein Auge auf Ayla Höfer (gespielt von Sila Sahin) geworfen, was wegen seiner kriminellen Karriere nicht allen passt. Bei den Fans der Serie kommt die Rolle des charmanten Angebers hervorragend an.

Schauspieler Mustafa Alin kann sich naturgemäß nur bedingt mit seiner kontroversen Rolle identifizieren. Dennoch findet er schmunzelnd mit einem Augenzwinkern großen Gefallen daran, Mesut zu verkörpern. „Er darf sich alles erlauben, der darf alles rausschießen, was ihm nicht passt, ohne nachzudenken. Es ist einfach schön, diese Facetten zu spielen. Mesut ist einfach cool. Seine Art, wie er mit den Leuten redet.“

Mustafa Alin verteidigt seinen Charakter sogar ein bisschen: „Mesut ist ein Mann der harten Worte und Taten, der sich nichts sagen lässt. Das sprichwörtliche “harte Schale, weicher Kern” trifft zu. Wenn er Vertrauen aufgebaut hat, kann er sehr loyal, warmherzig und auch humorvoll sein.“ Für seine Kumpels ist Mesut stets da.

Alin selbst übrigens könnte sich bei Konflikten durchaus zur Wehr setzen. Der Schauspieler (kommt aus Hannover und lebt in Berlin-Schöneberg) war Deutscher Vizemeister im Thaiboxen, beherrscht außerdem Kung Fu, Stockkampf und Fechten. Durch GZSZ wird er nun einem großen Publikum bekannt, doch bereits davor stand er im viel gelobten TV-Zehnteiler „Im Angesicht des Verbrechens“ (von Star-Regisseur Dominik Graf) und in mehreren Kurzfilmen vor der Kamera. Auch GZSZ-Star Mustafa Alin hat also sein Handwerk gelernt – er studierte an der Filmschauspielschule Berlin (FSS).

Trotz seiner beruflichen Erfolge und des Macho-Images in der RTL-Serie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ – privat ist Mustafa Alin (verheiratet, 1 Kind) deutlich zurückhaltender als in seiner Rolle. „Mesut kennt keine Gnade. Dass er einfach auf die Tanzfläche geht und Frauen antanzt, das könnte ich niemals.“ Seine Schüchternheit gibt er offen zu, schränkt aber ein: „Aber ich überspiele das natürlich immer.“ Auch darum lieben alle Zuschauer: Mesut und Mustafa.

RTL / Rolf Baumgartner