Dienstag, 23. Oktober 2012, 16:59 Uhr

Felix Baumgartner über Gerüchte und Bransons Weltraumsprung

Der Extremsportler und Stratosphären-Springer Felix Baumgartner äußerte sich bei n-tv heute über seinen Sponsor Red Bull und Nachahmer wie Milliardär Richard Branson sowie Ballonfahrer Michel Fournier.

Dazu sagte er: “Michel Fournier hat ja bereits aufgegeben, hat es jetzt die letzten Jahre immer wieder versucht und ist dabei gescheitert, was mir sehr leid tut.”

Fournier habe “alles gegeben, er hat, glaube ich, sein Haus verkauft und hat über 20 Jahre versucht diesen Rekord zu brechen. Beim Richard Branson schaut’s anders aus, der hat sehr viel Geld, aber es ist absolut lächerlich. Also ich habe fast das Gefühl, das ist eine Trittbrettfahrerei, er hat sich bis jetzt nie für so einen Sprung interessiert und jetzt wo wir diesen Sprung gemacht haben, dann zu sagen, er springt aus seinem eigenen Raumschiff heraus, und das aus einer Höhe von 120 Kilometern, ist für mich völlig absurd.”

Der 43-jährige, der nächstes Jahr heiraten will, plauderte in dem Interview auch über den Moment des Sprungs: “Es war ja eigentlich von Anfang an klar, dass dieses gefürchtete Spinning eintreten wird, weil du hast dort oben keine Luft mit der du arbeiten kannst als Fallschirmspringer. Du springst da fast in einem Vakuum weg.

Wir waren darauf vorbereitet. Darum haben wir auch diese ganze Sicherheitsausrüstung entwickelt. Diesen Bremsfallschirm, der mit einem G-Messer diesen Fallschirm auslösen würde, falls die G-Belastung zu hoch wird. (…) Ich hab versucht, einfach mit verschiedenen Positionen meiner Arme und Beine dieses Problem zu lösen und es ist mir auch gelungen nach 50 Sekunden. Und von da an habe ich sie auch nie wieder verloren. Das heißt ich bin dann stabil in dieser Deltaposition nach unten gefallen, habe dabei die Schallmauer durchbrochen und das war eigentlich genau das, was wir geplant haben.”

Baumgartner äußerte sich auch zu den Vorwürfen, er sei eine fliegende Red Bull Dose. Kritiker gebe es immer wieder, aber man habe es geschafft “seit der Mondlandung wieder etwas auf die Bildschirme der Menschen zu bringen, was die Menschheit bewegt hat. (…) Und vor allem die Jugendlichen sind auf mich zugegangen und haben gesagt, „wir haben leider Gottes die Mondlandung damals nicht live erlebt, weil wir noch zu jung waren oder noch gar nicht auf der Welt waren“, und jetzt so ein Projekt wieder zu erleben, hat sehr vielen Menschen sehr viel Freude bereitet.”

Zu den kolportieren 50 Millionen Euro, die die Mission gekostet haben soll und eine Gewinnbeteiligung äußerte der gebürtige Salzburger: “Also, ich weiß nicht wo die Zahl mit diesen 50 Millionen herkommt, die ist völlig absurd, es waren bei weitem keine 50 Millionen und wissen Sie, Abenteuer und Leidenschaft haben kein Preisschild.”

Unsere Fotos zeigen Baumgartner gestern in New York.

Fotos: Brian Nevins/Red Bull Content Pool