Samstag, 27. Oktober 2012, 11:11 Uhr

"The Voice Of Germany": So klangen die vierten Blind Auditions

In der vierten Runde der ‘Blind Auditions’ von ‘The Voice Of Germany’ schafften es gestern bei SAT.1 wieder einige interessante Kandidaten in die nächste Runde. Und hier und da kristallisieren sich bereits langsam aber sicher echte Konkurrenten und ungleiche, wie auch gleiche Gegner heraus.

Da wären zum Beispiel die gebürtige Rumänen Matei und Emanoil Constantin, genannt Manumatei, die gestern mit einer wirklich grandiosen Leistung überraschten. Zum einen sind die Brüder zwar stimmlich unschlagbar, bringen allerdings schon jede Menge Vorerfahrung mit. Ob sich das immer zum Positiven entwickelt?

Fakt ist aber, dass sie nicht die einzigen, talentierten Brüder sind. Da wären auch noch Felix und Lucas Hein, die in der Folge vom Donnerstag ebenfalls eine unglaubliche, musikalische Perfomance hinlegten. Spätestens ab nächster Woche wird man sehen, ob die beiden Brüderpaare es auf die ganz große Bühne schaffen oder vielleicht nur einer von ihnen.

Die Jury war sich gestern oftmals nicht einig darüber, wer er es eine Runde weiterschaffen soll. Besonders bei den beiden aufgeweckten und quirligen Hamburger Mädels Lida Martel und Iveta Mukuchyan gab es Probleme in puncto Entscheidungen.

Die blonde Lida präsentierte eine besonders ausgefallene, eigene Version des aktuellen Charts-Hits ‘I Follow Rivers’, allerdings mehr oder weniger gut. Neben einer quetschigen Stimme, die durchaus Wiedererkennungswert besitzt, lieferte die junge Frau aber auch eine ganze Menge schiefer Töne ab und am Ende hatte man das Gefühl, es wäre die völlig falsche Song-Wahl gewesen. Rea Garvey beschwerte sich, dass er textlich nicht so viel verstanden hatte und Nena konnte einfach nicht den Sinn und die Interpretation richtig deuten. Nun ja, eine unverwechselbare Stimme kann einen dann aber eben doch weiterbringen, trotz verfehlter Töne…BossHoss waren nämlich der Meinung, dass eben so eine ausgefallene Stimme doch genau das richtige für ihr Team wäre.  Na hoffentlich liegen die Herrschaften damit nicht falsch.

Auch Iveta Mukuchan erregte die Gemüter der Jury auf unterschiedlichste Weise. Die gebürtige, bildhübsche Armenierin, die in ihrer Heimat zu den 30 sexiest Woman gehört, performte den schweren Titel ‘Euphoria’ von Grand-Prix-Gewinnerin Loreen und konnte sich mit zauberhafter Stimme und trotz technischer Probleme in das Herz von Xavier Naidoo singen.

BossHoss, Nena und Rea waren mit hingegen eher verhalten mit ihrer Begeisterung, doch die strahlende Schönheit der Kandidatin konnte offenbar alles wieder wett machen. Letztendlich leuchteten die Augen der männlichen Juroren und auch Nena freute sich riesig für das Gesangstalent.

Diese Talente haben sich einen Platz in den Teams der Coaches gesichert:
Nena freut sich über die Musiker-Brüder Manumatei (33 und 34, Stuttgart, “The Man Who Can’t Be Moved” von The Script) und die Studentin Laura Buschhagen (21, Sachsenhagen, “The Way I Am” von Ingrid Michaelson). Ihr Team besteht jetzt aus acht Talenten.

Rea Garvey baut sein Team mit Luca Sportiello (35, Berlin, “Black & Gold” von Sam Sparro, Foto oben), Gesangsstudentin Bianca Böhme (20, Annaberg-Buchholz, “Nobody’s Perfect” von Jessie J) und Instrumentalpädagogin Karo Fruhner (25, Köln, “Save Me From Myself” von Christina Aguilera) auf neun Talente aus.

THE BOSSHOSS überzeugen ebenfalls drei Talente von sich: Gitarrenlehrer Marcel Beuter (38, Neubrandenburg, “Wonderwall” von Boyce Avenue, Foto oben), Country-Girl Alina Duwe (21, Karlsruhe, “You Belong With Me von Taylor Swift) und Fahrzeugführer Raffa Shira (30, Karlsruhe, “Another Day” von Jamie Lidell), und haben jetzt zehn Talente in ihrem Team.

Xavier Naidoo holt sich mit Studentin Iveta Mukuchyan (25, Hamburg, “Euphoria” von Loreen) das neunte Talent in sein Team.

Bis zu 5,96 Millionen Zuschauer erfolgten die Blind Auditions am Freitagabend auf SAT.1.

Fotos: SAT.1/Pro Sieben, Richard Hübner