Sonntag, 28. Oktober 2012, 12:17 Uhr

Michael Wendler: "Solche extremen Angriffe habe ich noch nie erlebt"

Michael Wender äußerte sich jetzt erstmals seit dem Shitstorm auf Facebook im Zusammenhang mit einem Rechtsstreit mit zwei Fans, die ein Café unter seinem Namen auf Mallorca eröffnen wollten.

Der 40-jährige Schlagersänger sagte dazu heute im Gespräch mit ‘Bild am Sonntag’: “Angriffe in dieser extremen Form habe ich noch nie erlebt. Meine Familie wurde bedroht, Unbekannte wollten meiner zehnjährigen Tochter sexuelle Gewalt antun. Ich habe sofort die Polizei eingeschaltet.” Wendler wolle sich den Vorwürfen stellen. Dazu sgte er: “Ich bin ein Kämpfer und meine Familie steht immer hinter mir. Also ging meine Tochter wie gewohnt zur Schule und ich habe meine Konzerte gegeben – das war die beste Therapie”.

Im Streit um das Fan-Cafe auf Mallorca werde der Sänger zwar in Berufung gehen, wolle die Summe spenden, für den Fall, dass er gewinne: “Ich zahle schon 40.000 Euro auf ein Treuhandkonto ein. Gewinne ich die Revision, werde ich die Summe spenden.” Wendlers Anwälte hatten sich laut ‘Focus’ zuvor zuversichtlich gezeigt, dass das Berufungsgericht “den wirklichen Sachverhalt unvoreingenommen und rechtlich zutreffend beurteilen wird”.

Wendler kündigte in dem Gespräch an, dass er sich gegen die teils anonymen Anfeindungen und Beleidigungen mit juristischen Schritten wehren wolle: “Einige Beteiligte an diesen Seiten müssen sich auf Strafanzeigen gefasst machen.” Der Sänger glaube auch den Grund für die Hasstiraden zu kennen: “Es traut sich heute keiner in Deutschland zu sagen: ,Ich bin die geilste Sau der Welt!‘ Weil ich das getan habe, polarisiere ich.”

Über den neuesten Vorwurf, ein Pferd überteuert an eine Frau in Dinslaken verkauft zu haben, sagte Wendler dem Blatt: “Mein Fehler! Ich hatte aus Versehen die Papiere vertauscht.” Allerdings hatte Wender der Frau erfolglos angeboten, das Pferd zurückzunehmen.

Die Hass-Seite gegen den Schlagersänger ist übrigens seit Dienstag auf Facebook verschwunden.

Fotos: SonyMusic/Manfred Esser