Montag, 29. Oktober 2012, 17:44 Uhr

Klangartist Amstam hat sein zweites Werk "Stones and Woods" draußen

Gerade veröffentlichte ‘Anstam’ sein zweites Album ‘Stones and Woods’. Der in Berlin lebende Produzent Lars Stöwe hat unter dem Namen ‘Anstam’ auch einen Remix für einen Titel des Soundtracks des neuen Tom Twyker-Films “Cloud Atlas” gemacht. Den Track wird es voraussichtlich auch auf Vinyl geben.

Anstams Debütalbum “Dispel Dances” (2011) war „Album des Monats“ beim Magazin ‘Groove’ und bekam weltweit fantastische Reviews. Nun ist es an der Zeit für einen Nachfolger: ‘Stones and Woods’ ist zugänglicher als das Debütalbum, aber immer noch ein Kunstwerk eigener Klasse. Ein selbstbewusstes Statement voller Innovation und absoluter Perfektion. Wenn ‘Dispel Dances’ die Reise tief in Anstams Herz war, dann ist „Stones and Woods“ das Tagebuch des Dortlebens.

„Das zweite Anstam-Album ‘Stones and Woods’ handelt nicht mehr vom Suchen, sondern vom Beobachten. Man ist bereits dort. Tief im Herzen von Anstam. Man ist dort und nimmt sich Anstams Eigenheit an. Man wird Teil des Ganzen.

Die ganze Dynamik von ‘Stones and Woods’ besteht aus in sich geschlossenen Kreisen. Ein Tag. Ein Jahr. Wer weiß? Aber es gibt immer einen Anfang und ein Ende. Jeder der neun Tracks ist vollkommen ausgearbeitet, ein für sich selbst stehendes Dokument.

Anstam hat ‘Stones and Woods’ wie ein 80er Jahre-Album strukturiert. Nicht zu viele Songs, aber jeder erzählt seine eigene Geschichte. Es gibt Tanzstücke, sentimentale Nummern und fordernde Stücke, der ganze Zirkus.

Und das Album ist viel fragiler als sein Vorgänger. Das war voller Stolz und unerbittlich in seiner Rigorosität. „Stones and Woods“ ist offener für das Gefühl der Introvertiertheit, dem Emotionalen und Sensiblen allgemein.

Genau das macht Anstam jetzt kompletter und zugänglicher – es wird ein Zugang auch zu Schwächen offeriert. Aber natürlich ist es immer noch ein experimentelles Album.
So wie alles andere Anstam-Material hat es einen fundamentalen progressiven Zugang und gibt auf keinen Fall einfache Antworten.

Aber es ist zugänglich und hat wieder eine eigene Art Eleganz und Natürlichkeit im organischen Sinne, welche Leben in die toten Daten bringt. Es wird zu etwas Selbstverständlichem, wie Steine und Holz und Staub und man selbst.