Montag, 29. Oktober 2012, 12:30 Uhr

Paul McCartney stellt klar: Yoko Ono war nicht schuld am Beatles-Aus

Paul McCartney beteuert, dass Yoko Ono – entgegen der allgemeinen Meinung – nicht für die Auflösung der Beatles verantwortlich war. Laut dem 70-jährigen Sänger und ehemaligen Gitarristen der Pilzköpfe trifft John Lennons Witwe keine Schuld daran, dass er und seine Bandkollegen – darunter auch Ringo Starr und George Harrison – 1970 getrennte Wege gingen. Ono wird bis heute vorgeworfen, Grund für das Ende der Beatles zu sein.

Im Gespräch mit dem britischen TV-Moderator Sir David Frost verrät McCartney nun jedoch: “Sie hat auf keinen Fall die Band auseinandergebrochen. Die Band brach sowieso auseinander.” Der legendäre Musiker ist sich sogar sicher, dass Hits wie ‘Imagine’ niemals ohne die japanisch-amerikanische Künstlerin entstanden wären.

“Ich glaube nicht, dass [Lennon] das ohne Yoko zustande gebracht hätte, ich glaube also nicht, dass man sie für irgendetwas verantwortlich machen kann”, so McCartney in dem Interview, das am 9. November auf Al Jazeera English ausgestrahlt wird. Er fährt fort: “Als Yoko kam, waren ihre Avant-Garde-Seite und ihre Ansichten Teil ihrer Anziehung. Sie wies ihm eine andere Art der Existenz, was sehr attraktiv für ihn war. Es war also an der Zeit, dass John ging. Er wäre so oder so gegangen.”

McCartney zufolge hätten die Beatles ein “ordentliches Schaffenswerk” hinterlassen, weshalb die Auflösung “keine schlechte Sache” gewesen sei.

Arcvhivfoto: wenn.com