Dienstag, 30. Oktober 2012, 13:48 Uhr

The BossHoss plaudern über die pralle Black Edition ihres Erfolgsalbums

BossHoss sieht man derzeit wöchentlich als Juroren bei ‘The Voice of Germany’ und außer frechen Sprüchen und talentierten Kandidaten haben die Herren derzeit jede Menge musikalischer Neuigkeiten am Start. Nach ihrem Wahnsinns-Hit ‘Don´t Gimme That’ und dem Erfolgsalbum ‘Liberty of Action’ wollen die taffen Großstadt­-Cowboys nun wieder frischen Wind in ihre Karriere bringen.

Ende November erscheint die Neuauflage ihres Albums als ‘Black Edition’ und darauf hören die Fans nicht nur die bekannten coolen Songs, sondern auch so einige Überraschungen. Alec Völkel und Sascha Vollmer haben nämlich reichlich neues Material aufgenommen und sich unter anderem verschiedene Bands mit ins Boot geholt.

Im Interview mit klatsch-tratsch.de plauderten die beiden Sänger über das Re-Relaese-Album ihre und ihrer weiteren musikalische Zukunft. “Das Album erschien vor einem Jahr und in diesem Jahr haben wir neue Songs geschrieben und mit Bands wie Triggerfinger, Kitty Daisy and Lewis und Eagles of Deathmetal zusammengearbeitet, die wir auch schon lange kennen und die zu uns ins Studio nach Berlin gekommen sind. Wir haben mit ihnen Session-Songs live im Studio aufgenommen. Und wir wollten mit diesen neuen Songs nicht warten, bis wir ein neues Album aufnehmen.”

Also haben sich The BossHoss dazu entschlossen, eine Neuauflage ihres erfolgreichen Albums zu produzieren, stets mit dem Gedanken, dass ihre Fans noch mehr für ihr Geld kriegen. “Wir haben auch eine DVD dabei und die ist prall gefüllt mit einer fetten Band-Reportage, die sich mit den acht Jahren BossHoss-Entstehungsgeschichte und unserem Werdegang beschäftigt. Da ist ein Live-Konzert drauf, das wir im Bauhaus ( kleine Konzerthalle) in Dresden hatten. Das ist sehr intim und schick geworden.”

Außerdem erwartet die Fans auch eine Sammlung von Musikvideos, unter anderem ‘Don´t Gimme That´ und ‘Live it Up’. Dazu gibt es auch Making Of´s und ein ganz besonderer Leckerbissen werden wohl die Aufnahmen ihrer Texas-Reise sein, erklärten Alec und Sascha. “Die Käufer bekommen für ihr Geld jetzt fast das doppelte Paket.”

Auch das siebte Album ist bereits in Planung und viel verändern wird sich stilistisch nicht: “Wir wollen uns trotzdem weiterentwickeln, auch wenn wir unserem Stil immer treu bleiben. Aber wir werden auch noch ein wenig herumexperimentieren. Ein roter Faden soll sich auch weiterhin durch unsere Arbeit ziehen.”

Mit ‘Deals with the Devil’ wollen die Sänger wieder einen Chart-Hit landen: “Wir spielen gerne mit Klischees. Teilweise meinen wir es schon ernst, aber wir überspitzen unsere Aussagen gerne. Bei ‘Deals with the Devil’ handelt es sich um eine ganz besondere Nummer. Es gibt unheimlich viel Musiker, die mit sogenannten Auto-Tunes arbeiten. Damit werden die Stimmen von Künstlern, wie zum Beispiel Taio Cruz, extrem gerade gebogen und das lässt sie immer gleich klingen.”

Von den derzeitig angesagten langweiligen, weil immer gleich klingenden Dance Floor-Sounds will die Band jedoch nichts wissen. Bei ihnen soll alles eine Spur anders klingen und zwar ohne Auto-Tune-Programme. Mit ‘Deals with the Devil’ nehmen Alec und Sascha eben diesen Effekt allerdings ein wenig auf die Schippe und verwenden ihn auch im Song.

“Es gibt kaum noch einen Radiohit, in dem der Effekt nicht verwendet wird. Das ist penetrant und für den Arsch, weil man eigentlich kaum singen können muss. Wir wollten das mal so richtig durch den Kakao ziehen und zeigen, dass wir das nicht brauchen. Wir machen mit als Rock´n Roller lieber Verträge mit dem Teufel als Engelstimmen durch Auto-Tune.”

Neben neuen, musikalischen Zielen und Herausforderungen sitzen die Cowboys wie hinlänglich bekannt in der zweiten Staffel der Castingshow ‘The Voice’ auf ihren Juroren-Stühlen und buzzern ihre Favoriten in die nächste Runde. Dabei machen sich Alec und Sascha besonders beliebt durch kleine Sticheleien gegen ihre Kollegen Nena, Rea Garvey und Xavier Naidoo, aber auch mit gerechten Beurteilungen der Kandidaten. Im letzten Jahr gewannen sie mit ihrer Siegerin Ivy Quainoo, die seitdem aus der deutschen Poplandschaft kaum wegzudenken ist. Auch heute haben die sie noch viel Kontakt mit der talentierten Sängerin. “Wir treffen uns oft auf einen Kaffee, plaudern mit ihrem Management und hängen miteinander rum auf etlichen Events.”

Fotos: klatsch-tratsch.de/Michael Fricke (Planexi)