Dienstag, 01. Januar 2013, 20:41 Uhr

Jamie Foxx: Alles über seine Hauptrolle in "Django Unchained"

Oscar-Preisträger Quentin Tarantino schrieb das Drehbuch und führte auch Regie bei seinem mit Spannung erwarteten Film ‘Django Unchained’.

Mit dem fertigen Script im Gepäck machte sich Tarantino daran, die richtigen Schauspieler für sein Ensemble zu finden. Jamie Foxx, Oscar®-Gewinner für seine Leistung in Ray (Ray, 2004), sicherte sich die begehrte Titelrolle des Django. „Wir trafen uns, und er war einfach großartig“, erinnert sich Tarantino.

„Er begriff die Geschichte, den Kontext der Geschichte und er sieht einfach perfekt aus als Django. Er hat die Ausstrahlung eines Cowboys. Als ich ihn traf, dachte ich mir: Wenn sie damals in den Sechzigern schwarze Schauspieler für eine der Westernserien im Fernsehen besetzt hätten, hätte er gut und gerne seine eigene Show haben können. Er sieht gut aus auf dem Rücken eines Pferds, und das Outfit steht ihm ausgezeichnet.“

Foxx fühlte sich von der ehrlichen Darstellung der Brutalität der Sklaverei angesprochen. „Es war das unglaublichste Drehbuch, das ich in meinem ganzen Leben gelesen habe“, meint Foxx. „Ich dachte mir nur: ,Wer hat den Mumm und das Wissen, es genau so zu erzählen, wie es wirklich war?‘ Die Art und Weise, wie er die Geschichte erzählt, so wahrhaftig und ehrlich – und wenn dir dabei die Haare zu Berge stehen –, dann muss das auch so sein. Das war so aufregend an dem ganzen Prozess.“

Foxx merkt an, dass die Zuneigung, die Django und Broomhilda füreinander empfinden, wie ein ganz persönliches, intimes Fenster in die Seelen der beiden Figuren war. „Damals war es ein Tabu für Sklaven, miteinander verheiratet zu sein. Man konnte dafür getötet werden. Ehen waren damals erzwungen, wie damals auch Geschlechtsverkehr erzwungen war, sodass der stärkste Kerl Kinder von der stärksten schwarzen Frau bekommen würde und damit für noch stärkere Sklaven gesorgt wäre. Schwarze Menschen sollten sich nicht aus eigenem Antrieb verheiraten. Dass Django verheiratet ist, war deshalb eine große Sache für mich.”

Jamie Foxx fuhr fort: “Dies ist eine Liebesgeschichte. Seine Liebe ist der entscheidende Antrieb für Django. Ihm geht es nicht darum, der Sklaverei ein Ende zu bereiten. Ihm geht es um nichts anderes, als die Liebe seines Lebens ausfindig zu machen – was gleichbedeutend ist mit dem Finden einer Nadel nicht in einem, sondern in einer Welt voller Heuhaufen.“

„Der Grund, warum wir so verschlossen waren, ist klar: Es war ein böser, ein schlechter Ort“, fährt Foxx fort. „Es war eine gefährliche Zeit und auch ohne Ketten befand man sich zuweilen in Gefangenschaft – metaphorisch gesprochen.“

Als Oscar-gekrönter Schauspieler, Grammy-gekürter Musiker und umjubelter Comedian ist JAMIE FOXX eine der außergewöhnlichsten und facettenreichsten Erscheinungen Hollywoods.

Unlängst spielte er eine Rolle in der Erfolgskomödie Horrible Bosses (Kill the Boss, 2011) an der Seite von Jennifer Aniston, Kevin Spacey und Jason Bateman. Überdies sprach er den Kanarienvogel Nico in dem beliebten Komödienabenteuer Rio (Rio, 2011). Die Animationsproduktion machte bis dato einen weltweiten Umsatz von 450 Millionen Dollar.

Seine Rolle als Produzent weitet Jamie Foxx immer weiter aus. Er war ausführender Produzent der neuen Sketch-Serie „In the Flow with Affion Crockett“ für 20th Century Fox Television. Zudem produzierte Foxx die Dokumentation „Thunder Soul“ über die ehemalige Schülerband der Kashmere High School in Houston, deren Mitglieder nach 35 Jahren an die Schule zurückkehren, um ihrem 92-jährigen „Prof“, der damals die Farbbarrieren durchbrach und die Schülerband neu aufstellte, ein Ehrenkonzert zu spielen.