Sonntag, 06. Januar 2013, 11:06 Uhr

DSDS: Die Kaulitz-Brüder können den Sinkflug auch nicht aufhalten

Die Jubiläumsstaffel von ‘Deutschland sucht den Superstar’ startete am gestrigen Samstagabend vielversprechend und enttäuschte auf der ganzen Linie. Die vollmundig angekündigten Neuerungen waren so gut wie nicht wahrnehmbar, die Kaulitz-Brüder haben sich brav Papa Bohlen ungeordnet und das Konzept ist das alte: “Bist du dick, sing was von Adele” (Zitat ‘Spiegel’).

Besonders der arme Tom Kaulitz hatte offenbar eine streng reglementierte Redezeit. Der schaute hauptsächlich nur oder wiederholte wie Bruder Bill das nach was Oberjuror Bohlen vorgekaut hatte.

Der Sender feiert seine Quoten bei den jungen Zuschauern heute Morgen via Pressemitteilung mit “einem sehr guten Marktanteil von 27 Prozent (3,21 Mio.)” Insgesamt sahen 5,18 Millionen Zuschauer die erste enttäuschende und extrem höhepunktarme Folge. Nur im Jahr 2002 gab es einen ähnlich schwachen Start mit 3,8 Mio Zuschauern. Bei der letzten Staffel schalteten zum Start 2011 wenigstens noch 6,17 Mio ein.

Kai Pflaumes Spielshow ‘Klein gegen Groß – Das unglaubliche Duell’ in der ARD sahen 5,65 insgesamt. Die Krimiserie ‘Stubbe’ sahen 7,82 Mio.

Der korpulente Gilbert Neumann (16) aus Perl/Luxemburg war der obligatorische Quotenschwule (Erste Frage Dieter Bohlen: “Bist Du ein Mädchen oder ein Junge?”) und sang ‘Rolling In The Deep’ von Adele, beim zweiten Mal mit Piano-Begleitung.

Die Schwestern Talina und Nadja waren für softe Erotik (wenn man das überhaupt so nennen sollte) zuständig und fummelten erstmal am T-Shirt herum: “Ist ein Pluspunkt, wenn man nicht ganz scheiße aussieht.“

Einziger Lichtblick: Susan Albers singt ‘Empire State of Mind’ von Alicia Keys (Foto unten) und begleiutete sich am Piano selbst. Kommentar Bohlen: “Super Musikerin. Diese Nummer hat hier noch nie jemand besser gesungen, in allen zehn Staffeln nicht.” Konnte auch niemand. Die kam ja erst 2009 raus.

Ach und dann gabs nich den obligatorischen Quoten-Knasti – aber der war nur wegen seiner Geschichte dabei. Singen konnte er gar nicht.

Erstaunlich dass man bei angeblich 32.078 Bewerbern ausgerechnet solchen Nichtsnutzen in einer Samstagabendshow 6 Minuten Sendezeit einräumt.

Daniel Abazi (16) aus Münstertal bei Freiburg, Michael Margraf (21) aus Kassel, Talina Domeyer (18) aus Langen bei Bremerhaven, Ricardo Bielecki (20) aus Bochum, Gilbert Neumann (16) aus Perl und Susan Albers (28) aus Rhede konnten sich über einen Recall-Zettel freuen.

Fotos: RTL