Dienstag, 08. Januar 2013, 15:20 Uhr

Wilson Gonzales Ochsenknecht hat Ärger mit den Behörden

Wilson Gonzales Ochsenknecht wurde nach einer Fahrt – angeblich unter Drogen – der Führerschein abgenommen. Doch das schien den Ochsenknecht-Spross wenig zu beeindrucken und so setzte er sich trotz entzogenem Führerschein erneut hinter das Steuer und wurde prompt wieder erwischt. Nun kam es zum Prozess.

Dass er sich nun vor einem Richter verantworten musste, hat sich der „Wilde Kerl“ selbst eingebrockt. Im März 2012 war der heute 22–Jährige Schauspieler beim Fahren ohne Führerschein erwischt worden und musste 3000 Euro Strafe zahlen. Doch Wilson legte Einspruch gegen die Geldstrafe ein und behauptete, nichts von dem Führerscheinentzug gewusst zu haben. Wie sich nun herausstellte war seine Fahrerlaubnis bereits ein Jahr zuvor einkassiert worden, weil er zugekokst am Steuer gesessen haben soll.

„Im Interesse der Sicherheit“ habe man den jungen Schauspieler damals in München aus dem Verkehr gezogen. Die Rede war von drei Linien Koks und einem Joint, die er konsumiert haben soll. Als Strafe sollten zunächst 500 Euro Buße und eine einmonatigen Fahrverbot genügen. Doch da eben auch Kokain im Spiel war, griff das zuständige Verwaltungsamt gnadenlos durch und hielt Ochsenknecht nicht geeignet zum Führen eines Kraftfahrzeugs. Vor Wiedererteilung der Erlaubnis sei schließlich eine zwölfmonatige Abstinenz nachzuweisen. „Der Führerschein ist innerhalb von fünf Tagen abzugeben“, mahnte das Amt per Brief im Herbst 2011.

Im. März 2012 fiel der junge Rebel dann durch ein riskantes Überholmanöver in Berlin Schöneberg auf. Eine Zivilstreife wurde zu seinem Pech auf ihn aufmerksam und stellte bei Überprüfung fest, dass ja seine Fahrerlaubnis bereits zur Fahndung ausgeschrieben war. Ochsenknecht selbst gab sich da sehr überrascht.

Beim Prozess am gestrigen Montag sollte nun die Frage geklärt werden, ob Wilson vorsätzlich ohne Führerschein gefahren war. Laut Aussage seines Anwalts, habe der Angeklagte das Schreiben über den Führerscheinentzug versehentlich mit dem Müll entsorgt. Erst Monate nach dem man ihm die Erlaubnis weggenommen hatte, fand er das polizeiliche Dokument im Sommer 2012 in einem Müllsack wieder.

Letztlich zogen Wilson und seine Anwalt ihren Einspruch zurück. Damit muss der 22–Jährige nun 30 Tagessätze zu je 100 Euro zahlen. Ob und wann er seinen Führerschein wieder sieht, darüber entscheidet die zuständige Verwaltungsbehörde. (SV)

Foto: WENN.com