Mittwoch, 09. Januar 2013, 16:44 Uhr

Dschungelcamp-Steckbrief (8): Alles über Allegra Curtis, die Tochter von Tony Curtis

Allegra Curtis ist eine der wenigen Menschen gleich zweier berühmter Eltern: der Hollywood-Legende Tony Curtis (gestorben 2010) und der Schauspielerin Christine Kaufmann. Ihre Halbschwestern sind die Schauspielerinnen Jamie Lee Curtis und Kelly Curtis, ihr Patenonkel ist Roger Moore. Am Freitag zieht die 46 Jahre junge mondäne Schauspielerin, Moderatorin, Designerin und Make Up Artist mit zehn weiteren Kandidaten ins Dschungelcamp.

In Folge 8 unser Dschungelcamp-Kandidaten-Porträts wollen wir Allegra etwas näher vorstellen.

Die meiste Zeit ihres Lebens verbrachte Allegra bei ihrem berühmten Vater, wohnte an luxuriösen Plätzen in Los Angeles, Miami und Hawaii und inmitten von Freunden aus prominenten Familien. Persönliche Begegnungen mit Mae West, Cary Grant, Frank Sinatra, Sammy Davis junior, Larry Hagman, Melanie Griffith, Sonny + Cher und vielen mehr schenkten ihr eine unglaubliche Fülle von Erinnerungen. Verwöhnt wurde Allegra jedoch nie. Tony Curtis erzog sie in dem Wissen, nicht besser zu sein, nur weil sie reicher und berühmter war als andere.

An Jeff Goldblum’s „Playhouse West Theatre School L.A.“ erlernte sie die Schauspielerei und arbeitete bei Theater, Film und Fernsehen, war im Independent Film „Crossed“ und in mehreren Folgen der US-Serie „L.A. Heat“ zu sehen, bevor sie hinter die Kamera wechselte und als Make-Up Artist viele internationale Produktionen begleitete. So betreute sie unter anderem Gérard Depardieu, Meg Ryan oder Tom Hanks.

Allegra Curtis hat aber auch hinter die Fassade des glamourösen Hollywoods gesehen, auch die Schattenseiten und tiefen Abgründe der Traumfabrik sind ihr bestens bekannt. Sie musste harte Einschnitte und Verluste verarbeiten. So hat die 6. Frau von Tony Curtis dessen gesamten Nachlass versteigert, den Kindern und Enkeln ist von ihrem geliebten Vater und Großvater kein Erinnerungsstück geblieben. In ihrer 2011 erschienenen Biografie „Mein Vater und ich“ gibt sie in ihrer ehrlichen Bildsprache einen liebevollen Einblick in dieses Leben. Zur Zeit schreibt sie an einem neuen Buch, das im kommenden Jahr in den USA erscheint und sich neben ihrem eigenen Leben auch mit der oft problematischen Situation anderer Kinder aus berühmten Schauspieler-Ehen befasst.

Diese ganz spezielle Biografie hat Allegra zu einer faszinierenden, emotionalen, aber auch starken Frau gemacht. In ihrer Kreativität verbindet sie – ganz den Mentalitäten ihrer Eltern folgend – die Unbeschwertheit des Californian Girl mit den „deutschen Tugenden“ Disziplin und Professionalität. Dabei spielt sie auf sympathische und humorvolle Weise mit den Klischees. Sie hat es heute geschafft: Die Amerikanerin lebt auf Mallorca, arbeitet als Designerin, Moderatorin und Kolumnistin, ist attraktive Frau, gute Freundin und fürsorgliche Mutter.

Ihr Sohn Raphael ist jetzt 9 Jahre alt und Allegras Motivator in Sachen „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“. Seine Worte: „Wenn Du da mitmachst, bist Du die coolste Mammi der Welt! Go, Mammi, go…“

Warum gehen Sie in den Dschungel?
„Ich möchte an meine körperlichen und psychischen Grenzen gehen. Es ist auf jeden Fall eine große Herausforderung für mich. Aber ich gehe mit dem Gedanken ins Camp, zu gewinnen und Dschungelkönigin 2013 zu werden.“

Haben Sie Ihre Teilnahme sofort zugesagt oder mussten Sie überlegen?
„Ich habe es mir überlegt. Mein Sohn war derjenige, der gesagt hat: `Mach das!` Für ihn war es wichtig, dass er die coolste Mami hat. Ich denke, man lebt nur einmal und muss gewisse Erfahrungen machen und das Dschungelcamp wird mich stärken.“

Haben Sie Angst vor den Dschungelprüfungen?
„Nein, davor habe ich keine Angst. Aber ich denke darüber nach, wie die Prüfungen vielleicht aussehen könnten und ob ich welche machen muss. Aber man ist ja nicht alleine im Camp.“

Was sind Sie für ein Typ Mensch?
„Ich bin sehr emotional und handele auch eher aus meinen Emotionen heraus, als aus meinem Verstand. Deswegen entscheide ich Dinge oft auch sehr spontan. Ich setze mir zwar Ziele, aber plane nicht im Voraus.“

Wie würden Sie mit Streitsituationen im Dschungel umgehen?
„Ich bin ein harmoniebedürftiger Mensch und versuche Konflikte zu vermeiden, was nicht heißen soll, dass ich ihnen aus dem Weg gehe, weil ich nicht feige bin. Aber Leute, mit denen ich mich nicht gut verstehe, ignoriere ich einfach. Mit Konfliktsituationen im Dschungel würde ich eher diplomatisch umgehen.

Haben Sie ein Problem mit den Kameras?
„Ich glaube, die werde ich vergessen. Ich komme aus einer Schauspielerfamilie und bin mit Kameras aufgewachsen.“

Haben Sie ein Problem damit sich im Bikini zu zeigen?
„Ja und nein. Ich denke aber, ich habe nichts zu verbergen.“

Als Tochter von Tony Curtis: Wer ging damals bei Ihnen zu Hause ein und aus?
„Mein Alltag war sehr speziell: 80 Prozent der Menschen, mit denen ich aufgewachsen bin, waren berühmt. Dazu gehörten Mae West, Sammy Davis Jr., Frank Sinatra, Sonny& Cher, Linda Evans, Sean Connery und Roger Moore. Das waren alles Freunde und Kollegen meines Vaters, sehr nette Menschen.“

Was ist Ihr Lieblingsfilm/Lieblingsserie Ihres Vaters?,
„Da gibt es so viele. Auf jeden Fall liebe ich `Die Zwei`, wo auch Roger Moore mitspielte, das ist ein Klassiker. Und mein Lieblingsfilm ist `Der Frauenmörder von Boston`, weil mein Vater da gar nicht so aussah, wie er selbst. Er hat sich sehr bemüht diese Rolle zu bekommen, eigentlich wollten sie sie ihm gar nicht geben, weil er zu gut aussah.“

Was glauben Sie, hätte Ihr Vater zu Ihrer Teilnahme im Dschungelcamp gesagt?
„Ich weiß, dass er total stolz wäre und hinter mir stünde. Er kennt mich und weiß wie mutig und kämpferisch ich bin. Ich glaube er wäre glücklich.“

Haben Sie ein Vorbild aus den letzten Staffeln?
„Brigitte Nielsen hat mich sehr beeindruckt, weil man gesehen hat, dass sie eine Kämpferin ist. Sie hat viel in ihrem Leben durchgemacht, Gutes und Schlechtes.“

Fotos: WENN.com, RTL/Stefan Gregorowius