Donnerstag, 10. Januar 2013, 9:25 Uhr

DSDS: Das war das zweite Casting am Mittwochabend

Am Samstag abend startete die 10. Staffel von ‚Deutschland sucht den Superstar’ mit einem quotentechnisch eher enttäuschenden Ergebnis. Doch man hat den Eindruck, doe Produktion findet immer weniger talentierte Kandidaten. Grauenhafter Durchschnitt dominiert die Show. Dabei versprachen die Macher der Sendung viele neue Highlights.

Von denen war in der ersten Folge noch nicht so viel zu sehen, weder von den Neuerungen, noch von den Highlights. Auch die zweite Folge der sogenannten Castings, startete mit den gewohnten Deppen, schrägen Vögeln und den vereinzelten Gesangstalenten, die man schon aus den vorherigen Staffeln kannte. Oberjuror Dieter Bohlen warf wieder mit derweil unlustigen Sprüchen umher und die restlichen Jurymitglieder Mateo und Bill und Tom Kaulitz waren eher Deko, durften ab Fürst Bohlen ab und zu zustimmen.

Und auch diesmal mischte sich der DSDS-typische Michael-Jackson-Fan unter die Kandidaten. Can Beigin, der zudem einen bekennenden Kopfhörer-Fetisch hat und nur mit den Dingern am Kopf herumläuft, versprach Dieter Bohlen und Co. eine sogenannte ‚Sing-Tanz-Performance’. Da blieb der Vergleich mit Casting-Phänomen Menderes nicht weg, doch Bohlen war sich sicher: „Das ist sogar schlechter als Menderes!“

Immerhin kann das ja auch nicht jeder von sich behaupten.

Auch die altbekannten Geschichten, die beim Zuschauer auf die Tränendrüse drücken sollen, wurden natürlich wieder aufgerollt.

Diesmal in Person des 20-jährigen Tim David Weller (Foto oben und unten) aus Dillenburg in Hessen. Dieser hatte nicht nur zwei Ehrenrunden in der Schule machen müssen, sondern auch familiäre Probleme mit seinem Vater gehabt, der hatte die Mutter geschlagen. “Ich denke viel nach, manchmal denke ich auch zu viel“, so der smarte Bursche. Mit einer dementsprechenden herzzerreißenden Nummer von James Morrison (“I Won‘t Let You Go”) konnte er bei der ganzen Jury punkten und entlockte der reichlich Komplimente.

Kommentar Bohlen: „Ich bin ja bekennender James Morrison-Fan, damit hast du mir echt schöne drei Minuten bereitet. Gefühlsmäßig gut, die Stimme ist sehr außergewöhnlich, außergewöhnlich geil. Damit hast du dich, glaub ich, auch ziemlich weit nach oben geschossen. Tausendmal Ja.”

Bill Kaulitz ist nicht nur ein erfolgreicher Sänger, sondern auch der Mode-Experte in der Jury und bewertete gleich einmal das Styling von Kandidatin Tina Indersone. „Die einzelnen Sachen sind gar nicht schlecht, die Kombination ist jedoch eher eigensinnig“, erklärt Kaulitz, der ebenfalls ein Liedchen von eigensinnigen Kombinationen singen kann.

Tina Indersone hingegen begleitete sich selbst auf dem Klavier, während sie ‚Purple Rain’ sang. Positiv fiel Tina vor allem deswegen auf, weil sie optisch wie auch gesanglich aus dem Einheitsbrei herausstach, weswegen sie den berühmten gelben Recall-Zettel bekam.

Das Mädel sei erst vor “einem Monat nach Deutschland” gezogen, sagte sie in akzeptablem Deutsch. Wird uns da wie bei ‘The Voice’ mangels hiesiger Talente eine Britin untergejubelt?

2,81 Millionen der 14- bis 49-jährigen Zuschauern sicherten ein Marktanteil von 21,9 Prozent. 4,31 Millionen sahen insgesamt zu. Die Quote rutschte damit weiter ab, RTL blieb jedoch mit der zweiten Talenteshow Tagessieger. (TT)

 

Fotos: RTL/Stefan Gregorowius. Alle Infos zu „Deutschland sucht den Superstar“ im Special bei RTL.de