Montag, 14. Januar 2013, 14:21 Uhr

Der Kampusch-Film "3096 Tage" startet am 28. Februar - Die neusten Bilder

Natascha Kampusch ist 10 Jahre alt, als sie auf dem Schulweg von dem arbeitslosen Nachrichtentechniker Wolfgang Priklopil in einen weißen Lieferwagen gezerrt wird. Der Entführer will kein Lösegeld, er will das Mädchen besitzen. Unter seinem Haus in einer bürgerlichen Wohnsiedlung hat Priklopil ein geheimes Verlies ausgehoben, um sie dort einzusperren.

Für die nächsten achteinhalb Jahre werden die 2 mal 3 Meter zu Nataschas karger Gefängniszelle: Märchenbücher, Lieblingskekse und Gute-Nacht-Küsse weichen Gewalt, Demütigungen und ständigem Nahrungsentzug. Doch Natascha Kampusch zerbricht nicht in der Gefangenschaft, sondern sie wird stärker. Jeder Tag, jeder Atemzug ein kleiner zorniger Sieg. 2006 gelingt ihr endlich die Flucht, und Wolfgang Priklopil nimmt sich das Leben. Das ist die bekannte Geschichte.

Bernd Eichinger und Constantin Film einigten sich 2010 gemeinsam mit Natascha Kampusch, ihre Geschichte auf die Leinwand zu bringen. Es ging darum, dass nach all den Medienspekulationen und Politskandalen, die der Entführungsfall ausgelöst hatte, erzählt wird, was wirklich geschehen ist. Nach vielen persönlichen Gesprächen mit Natascha Kampusch und umfangreichen Recherchen fing Bernd Eichinger 2010 mit dem Schreiben des Drehbuchs an. Ruth Toma vollendete das Drehbuch, als er im Januar 2011 plötzlich verstarb.

Sehr behutsam und ohne Effekthascherei verfilmte Sherry Hormann (Wüstdenblume) die Geschichte von Natascha Kampusch mit Antonia Campbell-Hughes und Thure Lindhardt (Was nützt die Liebe in Gedanken) in den Hauptrollen.

Amelia Pidgeon spielt Natascha Kampusch in den Szenen aus deren Kindheit. Star-Kameramann Michael Ballhaus (Foto unten mit Regisseurin Sherry Hormann) kehrt für ‘3096 Tage’ hinter die Kamera zurück und verleiht dem Film einen ganz besonderen Look. Produzent ist Martin Moszkowicz.

Deutscher Kinostart: 28. Februar 2013.

Fotis: Constantin