Dienstag, 15. Januar 2013, 15:15 Uhr

Depardieu: Pussy Riot wären aus einer Moschee "nicht lebend herausgekommen"

Gerad Depardieu wird möglicherweise bald Kulturminister der russischen Republik Mordwinien.

Der französische Schauspieler nahm kürzlich die russische Staatsbürgerschaft an und hat sich seitdem immer wieder als Befürworter des russischen Präsidenten Wladimir Putin gezeigt, was vor allem in seiner Heimat Frankreich scharf kritisiert wurde. Der Steuerflüchtling, der nun eine neue Heimat gefunden hat, wird vom kontroversen Führer des Landes so begeistert aufgenommen, dass er ihm nun auch angeboten hat, selbst in der Politik als Kulturminister mitzumischen. Depardieu hatte das Ansinnen jedoch bereits in der vorvergangenen Woche abgelehnt.

Seine politischen Ansichten erklärte Depardieu bereits am Wochenende im russischen Staatsfernsehen. Dabei verteidigte er nicht nur Putin, sondern machte auch seinem Ärger über die Opposition Luft. “Die russische Opposition hat kein Programm”, so der 64-Jährige. “Leider ist die Masse dumm. Nur das Individuum ist schön.”

Auch in der Kontroverse um die Verurteilung und Verhaftung der Protestband Pussy Riot steht Depardieu ganz hinter seinem Präsidenten. So behauptet er, dass die drei Frauen, die in einer christlichen Kirche protestierten, mit derselben Aktion aus einer Moschee “nicht lebend herausgekommen wären”. (Bang)

Foto: WENN.com