Mittwoch, 16. Januar 2013, 22:42 Uhr

Hugh Jackman zehrt sich aus: "36 Stunden kein Wasser trinken“

Einen Golden Globe hat sich Hugh Jackman mit dem Kinomusical „Les Misérables“ bereits erspielt, für den Oscar ist der sonst auf Actionrollen abonnierte Schauspieler nun ebenfalls nominiert.

Dass ihn bislang keine Rolle so forderte, wie die des Jean Valjean macht der Schauspieler jetzt im Interview mit dem Modemagazin ‘Vogue’ deutlich: „Zwölf Stunden am Tag zu singen und zu schauspielern verlangt dir alles ab. Wo normalerweise drei, vier Versuche für eine gute Einstellung reichen, waren hier bis zu 15 nötig – im strömenden Regen. Zum Glück hielt meine Stimme durch. Physisch war ‚Les Misérables‘ so hart wie jeder meiner ‚Wolverine‘-Actionfilme – und dazu schauspielerisch so komplex wie im Drama ‚The Fountain‘, auch wenn das wohl nur elf Leute im Kino gesehen haben.“

Der 44-jährige Australier (auf unserem Foto bei den Golden Globes mit seiner Gattin Deborra-Lee Furness) beschreibt in der Februar-Ausgabe von ‘Vogue’, die heute als Film-Spezialausgabe erscheint, seine radikale Methode, um als Sträfling zu Drehbeginn von „Les Misérables“ nahezu unkenntlich und ausgezehrt auszusehen: „Ich entschied mich für das Extrem, 36 Stunden davor kein Wasser zu trinken, um vor der Kamera entkräftet zu wirken. Das würde ich aber niemand zur Nachahmung empfehlen. Ich verlor zehn Pfund Gewicht, bekam eine scheußliche Migräne und hatte eine furchtbare Laune. Aber es funktionierte, und ich sah angemessen ausgemergelt aus.“

Musicalverfilmungen haben es an der Kinokasse traditionell schwer. Auf die Frage, warum er das Risiko eines Flops mit seiner Hauptrolle in „Les Misérables“ trotzdem eingegangen ist, entgegnet Hugh Jackman: „Ich spielte mein erstes Musical mit 26 auf der Bühne und liebe das Genre seitdem. Ich suchte lange nach einem passenden Film, auch um Zweiflern zu beweisen, dass Musicals keine minderwertige Kunstform sind. Ich weiß, dass es diese skeptische Haltung gibt.“ In diesem Zusammenhang weist er auch auf eine verpasste Chance hin: „Ich denke an den Erfolg von ‚Chicago‘ – an eine Hauptrolle, die ich Dummkopf damals ablehnte, weil ich mich zu jung fühlte. Ich hätte annehmen und mich älter schminken sollen.“

Foto: WENN.com