Sonntag, 20. Januar 2013, 20:33 Uhr

Schotten-Erfolgsband Biffy Clyro: Neues Album ist viel erwachsener

Biffy Clyro verzichteten für die Arbeit an ihrem neuen Album auf lange Partynächte.

Die schottische Rockband veröffentlicht schon bald ‘Opposites’ – ihr insgesamt sechstes Studioalbum, das in zwei Teilen erscheinen wird – und verrät nun, für das Werk einen ruhigeren Lebensstil angenommen zu haben. “Wir haben so hart gearbeitet”, verrät Frontmann Simon Neil dazu im Interview mit ‘The Sun’. “An dieses Album sind wir auf erwachsenere Weise herangegangen. Späte Nächte gab’s nur im Studio. Wir nehmen unsere Pflichten sehr ernst und hassen es, Studiozeit zu verschwenden, weil das Geldverschwendung wäre. Dessen sind wir uns immer bewusst.”

Das Trio, das außerdem aus den Zwillingsbrüdern Ben und James Johnston besteht, schreckte auch nicht davor zurück, bei den Aufnahmen zu ‘Opposites’ zu experimentieren – auch wenn nicht jedes dieser Experimente glückte. Unter anderem holten sich die drei Musiker eine Mariachi-Band in die Village Studios in Los Angeles und nutzten außergewöhnliche Instrumente wie einen Dudelsack und Kazoos – ein Membranophon, das den Ton der eigenen Stimme verändert.


Biffy Clyro – Black Chandelier on MUZU.TV.

“Eigentlich sollte man meinen, dass Kazoos hier nicht hinpassen, aber das ist das Seltsame an Musik – es gibt keine Regeln”, findet der Bassist James. “Man muss einfach ausprobieren, um herauszufinden, was funktioniert und was nicht. Das einzige, was nicht wirklich funktionierte, war ein Gospelchor bei unserem Lied ‘Biblical’. Das war ein Schritt zu war. Wir probierten verschiedene Rhythmen und Strukturen. Wir wussten die ganze Zeit, dass da ein toller Song drinsteckt, also machten wir einfach weiter.” Ins Endprodukt schaffte es die Gospel-Version von ‘Biblical’ allerdings nicht. “Der Gospelchor hörte sich sehr beeindruckend an, aber es hörte sich nicht nach uns an. Es war eine schwierige Entscheidung, aber letztendlich legten wir ihn nicht über den Song. Er hörte sich auch ohne enorm an.” (Bang)

Foto: Anthony Mandler