Donnerstag, 24. Januar 2013, 22:20 Uhr

Heino darf sein neues "Rockmusik"-Video nicht veröffentlichen

Heino versucht sich jetzt – wie berichtet – als, nun ja, Rockmusiker. Oder zumindest covert er jetzt Songs bekannter deutscher Rockbands, wie Rammstein oder Die Ärzte. Die sind von dem neusten Projekt des 74-jährigen Musikerkollegen offenbar ganz und gar nicht begeistert und gehen nun auf die Barrikaden.

„Diesen Dreck muss man sofort löschen, das ist respektlos!“ „Das Letzte, dass dieser A…. unsere Lieder singt!“ „Was denkt sich dieser Schunkel-Opa, der soll seine Rentner-Schnulzen trällern!“ Und das ist nur ein Auszüge aus den angeblichen Schimpftiraden der Rocker, von denen der Manager des legendären Volksmusikbarden berichtete.

Heino wird wegen seine Coversongs auf Übelste beschimpft. Der Volksmusik-Star hat ein Album mit den größten Hits deutscher Rock- und Popstars aufgenommen, darunter Peter Fox, „Sportfreunde Stiller“, Westernhagen oder „Oomph!“ – allem hat der Musiker mit dem klassischen Heino-Sound neuen ‘Pepp’ verliehen.

Eine Einwilligung von den Betroffenen hatte sich Heino allerdings nicht geholt und das braucht er wohl auch nicht, sofern er den Song inhaltlich und von der Melodie her nicht verändert. „Solange dieser Heini den Originaltitel nicht mutwillig verändert, werde ich nichts dagegen unternehmen“, so ‘Ärzte’-Manager Axel Schulz. Sollte er jedoch auch nur ein Wort falsch singen, macht sich Heino strafbar. Das ist gesetzlich so festgelegt.

Anders sieht stellt sich die Sachlage bei Videoclips dar. Die dürfen nicht ohne weiteres ohne Genehmigung der Urhebers veröffentlicht werden, da die sonst als Werbung gelten. Heinos Manager erklärte laut ‘Bild’-Zeitung, die Ärzte hätten mit “einer sechsstelligen Schadenersatzklage gedroht, falls das bereits produziertes Video zu dem Song ‘Junge’ veröffentlicht werde.

Auch Sänger Dero von der Band Oomph! erklärte dem Blatt: “Wir werden die Version von Heino gründlich unter die Lupe nehmen, um zu sehen, ob die Urheberschutzrichtlinien von ihm eingehalten wurden.”

Einfach war die Realisierung des Cover-Projekts für Heino von Anfang an nicht. Die großen Plattenlabels scheuten sich angeblich, aus Angst die Multimillionen-Rocker könnten ihnen abspringen – schon vor der Veröffentlichung. Alledings wird das “Verbotene Album” von SonyMusic vertrieben, insofern riecht der ganze Aufruhr nach kalkulierter PR-Kampagne.

Heinos Kommentar gegenüber der ‘Bild’-Zeitung: „Ich lasse mir von niemandem das Singen verbieten. Jahrelang hat man mit meiner Person Schabernack getrieben – jetzt zeige ich den jungen Leuten mal, was man aus ihren Liedern machen kann.“ (AH)

Foto: Christian Brodack/ Starwatch Entertainment