Mittwoch, 30. Januar 2013, 23:32 Uhr

Unser Song für Malmö: Ben Ivory tritt mit diesem Song an

Ben Ivory ist Electro-Fans nicht ganz unbekannt und wenn er erst einmal beim deutschen Vorentscheid ‘Unser Song für Malmö’ für den ‚Eurovision Song Contest’ am 14. Februar in Hannover antreten wird, dürfte sein Bekanntheitsgrad in die Höhe schnellen. Der Berliner performt seine Single ‚The Righteous Ones’ und hofft, damit am 18. Mai in Malmö Deutschland vertreten zu dürfen.

Mit Ben Ivory tritt ein aufregender Wandler zwischen zahlreichen Kunstformen vor ein Millionenpublikum. Ben Ivorys künstlerische Arbeiten funktionieren interdisziplinär und spiegeln seine innersten Überzeugungen wider. Er malte; hatte seine erste Ausstellung mit elf. Er las und veröffentlichte nach dem Gewinn eines Lesewettbewerbs erste Gedichte über die Deutsche Nationalbibliothek, da war er gerade mal dreizehn.

Und er sang; trat mit einem Kinderchor im Fernsehen auf; gründete mit vierzehn seine erste Band; war lange Jahre Sänger der Rockband Splinter X.

Bis heute kann man in seinen Arbeiten die Verschmelzung von Musik, Grafik, Mode, Fotografie und Lyrik auf außergewöhnliche Weise erleben. Rund um die Veröffentlichung seines für den 22. März angekündigten, avantgardistischen Debütalbums “Neon Cathedral” wird Ben Ivory am Vorentscheid zum kommenden ‘Eurovision Song Contest’ teilnehmen. Spätestens dann wird ganz Deutschland über den beeindruckenden Künstler sprechen, der erst kürzlich von der ‘Financial Times’ als “Best Music Fashion Act” geehrt wurde.

klatsch-tratsch.de plauderte mit Ben Ivory.

Was bedeutet es für dich, eventuell Deutschland in Malmö vertreten zu dürfen?
Das ist großartig. Vor allem weil der ‚ESC’ in Malmö stattfindet und ich den Song ‚The Rightous Ones’ auch dort geschrieben habe. Aber damals war davon natürlich noch nicht die Rede. Deswegen war ich jetzt auch so überrascht, als ich erfahren habe, dass ich gerade mit dem Track dabei bin, weil er noch einmal ein ganz anderes Genre in diese Competition hineinbringt.

In der Vergangenheit galt der ‚ESC’ als Schlagerwettbewerb für besonders grauenhafte Mainstream-Musik.
In der Vergangenheit habe ich mich mit diesem Wettbewerb nicht wirklich auseinandergesetzt. Ich liebe Musik und interessiere mich wirklich für alle Genres, aber als Deutscher wird man ja von klein auf mit deutscher Volksmusik gequält und deswegen hat es mich nie gereizt. Ich denke aber, gerade in den letzten zwei Jahren hat es sich absolut verändert. Spätestens seit der ganzen Lena- und Stefan-Raab-Geschichte. Und auch Loreen hat letztes Jahr mit den elektronischen Klängen eine weitere Tür aufgestoßen.

Was sagst du denn zu deinen anderen Mitstreitern beim deutschen Vorentscheid?
Ich freue mich sehr auf die Blitzkids mvt., nicht nur weil wir befreundet sind, sondern weil ich wirklich auf ihre Musik stehe. Konkurrenzdenken gibt es da nicht, ich freue mich mindestens genauso doll, wenn sie gewinnen würden, da es eine Bestätigung an unser Genre wäre, das wir das richtige tun.

Du hast dich anstatt für deine Single ‚Better Love’, die bereits einen gewissen Bekanntheitsgrad hat, für ‚The Rightous Ones’ entschieden.
Ich wollte einen Song wählen, der Ecken und Kanten hat. Wenn du die Möglichkeit hast, als Newcomer bei so etwas mit zu machen, neben Künstlern wie die Söhne Mannheims oder Cascada, die alteingesessen sind, dann sollte man eine Nummer wählen, die einen widerspiegeln. Mir wird eine Tür geöffnet, wo ich mich einem ganz anderem Publikum vorstellen kann und mich mit ganz anderen Facetten zeigen kann.

Vor drei Jahren wurde dir eine Zusammenarbeit mit David Guetta nachgesagt, was ist daraus geworden?
Ich habe tatsächlich bei einem Festival mal zwischen David Guetta und Tiesto gespielt. Dort habe ich ihn kennengelernt und er fand auch super was ich gemacht habe. Dennoch würde ich eine Zusammenarbeit mit ihm nicht anstreben, auch wenn er sehr erfolgreich ist, er wäre jetzt nicht meine erste Wahl.