Mittwoch, 30. Januar 2013, 12:06 Uhr

Dschungelcamp: Katrin Sass kriegt bei Lanz megapeinlichen Tobsuchtsanfall

Markus Lanz hatte es als Gastgeber in seiner Talkshow gestern Abend nicht leicht. Der Moderator hatte zur Gesprächsrunde zur vom ‘Stern’ lancierten Debatte um den ein Jahr alten Seximus-Vorwurf einer Reporterin gegen FDP-Politiker Rainer Brüderle geladen, die, wie man an den hitzigen Reaktionen der Gäste ablesen konnte, sicherlich einen Nerv der Zeit getroffen hat.

Vor allem Fernsehschauspielerin Katrin Sass (57) schien sich an den Aussagen ihres Sitznachbarn Peer Kusmagk aufzureiben und explodierte schließlich.

Kusmagk, der 2010 in der RTL-Show „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ zum Dschungel-König gewählt wurde, erklärte, dass er die Erregung der jungen Journalistin durchaus nachvollziehen könne, da für jeden die Schwelle zum Sexismus wo anders läge.

Er selbst erlebe auch immer wieder unangenehme Situationen, in denen Frauen, die ihn aus dem Fernsehen kennen, ihm ungebeten sehr nahe kommen und ihn sogar anfassen. Hier geht’s zu dem Brüll-Videoausschnitt.

Katrin Sass zeigte kein Verständnis für die gesamte Sexismus-Diskussion und sah sich offenbar durch die Aussagen ihres Gesprächspartners provoziert. „Alle Frauen wollen mich, weil sie mich aus dem Fernsehen kennen. Ich kann mich dem gar nicht entziehen“, äffte sie Kusmagk nach und brüllte ihn an: „Nein, du gehst doch in den Dschungel um die 50.000 mitzunehmen. Was soll denn dieser Unsinn?“ Lanz versuchte zu schlichten und die aufgebrachte Schauspielerin zu beruhigen, doch die redete sich immer mehr in Rage und ließ keinerlei Erklärungsversuche Kusmagks zu.

Dass die RTL-Dschungelshow nun auch noch für den Grimme-Preis nominiert worden ist, empfindet Sass offenbar als persönliche Beleidigung und brachte das Fass zum Überlaufen. Sie könne so gar nicht nachvollziehen, wie man sich dort überhaupt freiwillig hinbegeben könnte.

So echauffierte sich die gebürtige Schwerinerin lautstark: „Das ist unglaublich – sich hier hin zu setzen und dann zu sagen, man wolle da erhobenen Hauptes rausgehen, Knete in der Tasche zu haben und zu sagen, ich gehe erhobenem Hauptes. Ich fresse Schwänze, aber erhobenem Hauptes!“

Der arme Peer, der eigentlich ja nur seine Sicht der Dinge geschildert hatte, wusste gar nicht wie ihm geschieht und zeigte sich gekränkt: „Das ist respektlos! Ich zittere am ganzen Leib“ Aber auch das schien Sass nicht zu beeindrucken und sie setzte noch einmal nach: „Das wird mal Zeit, dass du dir mal überlegst, was du hier überhaupt machst.“ Mit einer sachlichen Diskussion, bei der man Gedanken austauscht und die Meinungen des anderen respektiert, hatte der Ausbruch der Schauspielerin sicherlich nichts mehr zu tun.

Karl Dall versuchte zwischendurch zu deeskalieren, griff die Hand von Sass und fragte ins Auditorium: “Hat jemand einen Blutdruckmesser dabei?”

Kritisierte die Schauspielerin gerade die inszenierte Eigenvermarktung der Dschungel-Camper, war ihr Ausbruch von gestern Abend auch nicht frei von eitler Selbstdarstellung und Ignoranz anderer Meinungen. Glaubwürdig sieht anders aus, Frau Sass!

Zumal die Schauspielerin auch einräumte, jede Folge der aktuellen Staffel gesehen zu haben – um “mitreden” zu können! Mit ihrem Auftritt hat sich Katrin Sass definitiv für die nächste Dschungelcamp-Staffel qualifiziert!

Weitere Gäste der Show waren neben Katrin Sass und Peer Kusmagk, Katja Suding, Karl Dall und Matthias Matussek.

Peer Kusmagk schrieb dazu heute auf seiner Homepage: “Vielen Dank für die wirklich unfassbar vielen lieben Mails zu dem merkwürdigen Ausraster von Frau Sass gestern Abend. Schön wars nicht, sich so anschreien zu lassen, aber ich glaube nicht, das ich das eigentliche Problem von Frau Sass bin!”

Die ‘Süddeutsche Zeitung’ schreibt zu der hysterischen Show von Katrin Sass: “Der krönende Abschluss, nachdem er ihr überdeutlich zu verstehen gegeben hat, dass er sich von ihr angegriffen fühlt („Ich zittere am ganzen Leib, und das findest du in Ordnung?“): „Das wird mal Zeit! Das wird mal Zeit, mein Junge du, dass du dir mal überlegst, was du hier machst in dieser Runde, mit Leuten die du…äh…“. Übersetzt heißt das (für mich) nichts anderes als: Ja, ich finde das vollkommen in Ordnung, dich hier runterzumachen, dich ins Lächerliche zu ziehen, dich derart aggressiv anzugehen, denn du bist nichts und ich sowieso was viel besseres.”

Der ‘Stern’ urteilt: “Als Sass davon erfährt, dass ‘Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!’ am selben Tag für den Grimme-Preis nominiert wurde, hält es sie kaum noch auf dem Sitz. ‘Am Ende bilden sich diese Menschen ein, es ist Kunst’, echauffiert sich Sass. Und benimmt sich in den nächsten Minuten völlig daneben. Dabei geht es nicht so sehr um das was sie sagt – ihre ablehnende Haltung gegenüber dem TV-Format ist vertretbar – sondern wie sie es sagt. Sass schulmeistert Kussmagk auf arrogante Art und Weise.”

Mehr zum Thema: Dschungelcamp-Brüllattacke: Kusmagk lädt Sass in seine Show ein

Fotos: ZDF/Markus Hertrich