Sonntag, 03. Februar 2013, 20:44 Uhr

James Franco drehte mythenumwobene Sexszene von Al-Pacino-Klassiker nach

William Friedkins Film ‘Cruising’ sorgte 1980 nicht nur bei seiner Präsentation im Wettbewerb der Berlinale für heftige Kontroversen.

Dem Film, in dem Al Pacino (72) einen Undercover-Polizisten spielt, und der in der schwulen Lederszene ermittelt (Trailer ganz unten), wurde von schwulen Aktivisten vorgeworfen, er schüre homophobe Stereotypen.

Um damals eine Altersbeschränkung zu umgehen, wurde der Skandalfilm außerdem um 40 womöglich zu explizite Minuten beschnitten.

Der Oscar-nominierte Schauspieler James Franco (34) hat es sich in Zusammenarbeit mit Erotic-Art Travis Mathews zum Konzept gemacht, diese mittlerweile spurlos verschwunden und dadurch zum Mythos gewordenen 40 Minuten zu reinszenieren.

Der Film stellt das Making-of einer Szene dar, die in einer New Yorker Leder-Sex-Bar zu Zeiten vor AIDS inszeniert wird und fokussiert dabei auf Val, der die Figur Al Pacinos verkörpert. Val kämpft mit seinen Bedenken, als heterosexueller Hollywood-Schauspieler in einem schwulen Film mitzuspielen. Im Grenzgebiet zwischen Realität und Fiktion erforscht der Film ‘Interior. Leather Bar’ die Mechanismen der Homophobie in Hollywood und hinterfragt gängige Klischees.

Der 60minütige Film hat am 11. Februar auf der am Donnerstag beginnenden Berlinale seine Weltpremiere.

Fotos: Rabbit Bandini