Dienstag, 05. Februar 2013, 11:44 Uhr

Der Krimi geht weiter: Goldener Keks taucht in luftiger Höhe auf

Der Keks-Krimi von Hannover geht in die entscheidende Phase: Vor der Leibniz Universität wurde am Dienstagmorgen ein goldener Keks entdeckt. Zunächst gab es von der Polizei aber keine Bestätigung dafür, dass es sich tatsächlich um das vergoldete Wahrzeichen der Firma Bahlsen handelt.

Der mit einer roten Schleife verzierte Keks war mit einer Kette am Hals des Niedersachsenpferd-Denkmals der Universität befestigt. Kriminaltechniker der Polizei waren im Einsatz. Feuerwehrmänner, die mit einem Leiterwagen vorfuhren, nahmen den Keks vom Pferdehals.

“Es könnte so sein, dass es der Bahlsen-Keks ist”, sagte ein Polizeisprecher. Das müsse nun genau untersucht werden. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet, dass der Keks womöglich wieder aufgetaucht ist.

Das 20 Kilogramm schwere Firmen-Wahrzeichen war Mitte Januar von der Fassade des Bahlsen-Stammhauses in Hannover gestohlen worden. Danach tauchte ein mit Krümelmonster unterzeichneter Erpresserbrief auf. In einem neuen Brief kündigte der mutmaßliche Dieb am Montag an, den Keks zurückgeben zu wollen.

Firmenchef Werner M. Bahlsen hatte eine Spende von 52.000 Kekspackungen versprochen, sollte das 100 Jahre alte Kunstwerk wieder auftauchen. Der Fall hatte zuletzt international für Schlagzeilen gesorgt.

Gestern Vormittag ist bei einem hannoverschen Zeitungsverlag ein erneutes mögliches Bekennerschreiben eingegangen. Darin gab der Verfasser an, den Keks zurückgeben zu wollen. Neue Forderungen wurden nicht gestellt. Fest steht bislang nur, dass der Keks am 12. Januar 2013 nicht mehr an dem Gebäude hing. Letztmalig wurde er am 04. Januar 2013 gesehen.

UPDATE: Inzwischen ist klar, dass es sich um den gesuchten Keks handelt. Firmenchef Werner M. Bahlsen reagierte am Nachmittag erleichtert auf die Nachricht vom wieder aufgetauchten Symbol der hannoverschen Keks-Dynastie. “Ich freue mich sehr und hoffe, dass dies wirklich unser Keks ist und wir ihn bald wieder anbringen können”, sagte er. (dpa/KT) 024

Fotos: dpa, Polizei Hannover, YouTube/Radio FFN