Donnerstag, 07. Februar 2013, 13:40 Uhr

Desirée Treichl-Stürgkh ist die mächtige Frau hinter dem Wiener Opernball

Es ist der wohl prestigeträchtigste Job Österreichs – auch wenn er unbezahlt ist. Wer den Wiener Opernball organisiert, ist in der feinen Gesellschaft endgültig angekommen.

Seit 2008 steht der Staatsball unter der Schirmherrschaft von Desirée Treichl-Stürgkh (48). Die Herausgeberin eines Lifestyle-Magazins hat sich zur Aufgabe gemacht, den Ball moderner und jünger zu gestalten.

Die bestens vernetzte Treichl-Stürgkh stammt aus einer altösterreichischen Adelsfamilie und ist Mutter von drei Kindern. Ihr Mann, Erste-Group-Chef Andreas Treichl, gilt als einer der wichtigsten Banker der Alpenrepublik. Diskretion ist ein wichtiger Punkt für Treichl-Stürgkh: Namen bekannter Ballbesucher werden selten von ihr veröffentlicht. “Die Gäste wollen nicht im Vorfeld diskutieren müssen, warum sie zum Opernball gehen”, sagte sie der Nachrichtenagentur dpa.

Die gebürtige Steirerin hatte die ersten Jahre noch mit Staatsoperndirektor Ioan Holender zu kämpfen, der öffentlich gegen den Ball polterte. Mit Dominique Meyer (Foto unten), der seit dem Jahr 2010 an der Spitze der Staatsoper steht, herrscht jedoch Harmonie.

Zuvor prägte lange Zeit Elisabeth Gürtler (62) den Ball. 1999 übernahm die Geschäftsführerin der Spanischen Hofreitschule und Sacher-Direktorin die Organisation. Sie folgte damit der “Grande Dame” und ehemaligen Burg-Schauspielerin Lotte Tobisch (86). Sie machte sich mit 15 organisierten Veranstaltungen zur “Opernball-Ikone”. Die “Ur-Mutter des Opernballs”, Christl Schönfeldt (96), stand dem wichtigsten Gesellschaftsereignis Österreichs von 1956 bis 1980 vor. (dpa) 024

 

Fotos: Wiener Staatsoper / Michael Pöhn