Sonntag, 10. Februar 2013, 11:10 Uhr

Til Schweiger und Rupert Grint geben ihr Debüt auf der Berlinale

Nach mehr als zwei Jahrzehnten Karriere ist Til Schweiger (49) erstmals in einem Film auf der Berlinale zu sehen. “Es fühlt sich einfach gut an, hier zu sein”, sagte er am Samstag mit breitem Lächeln vor der internationalen Presse.

Schweiger spielt in der Farce ‘The Necessary Death Of Charlie Countryman’ von Fredrik Bond (Schweden) einen brutalen Gangster. Bei der Abendpremiere sagte Bond, die Berlinale sei das coolste Festival der Welt. Kräftigen Beifall gab es für Hauptdarsteller Shia LaBeouf.

Den Reiz der kleinen Rolle neben den Hauptdarstellern LaBeouf, Evan Rachel Wood und Mads Mikkelsen erklärte Schweiger so: ‘Dieser Darko ist ein handfester Charakter. Ich habe das Drehbuch geliebt. Ich hatte viel Spaß, den Film zu drehen, und viel Spaß, den Film zu sehen.’

Zum Ensemble der Hollywood-Produktion gehört der Engländer Rupert Grint, der Ron aus ‘Harry Potter’. Der 24-Jährige sagte zu seinem Part als drogen- und sexsüchtiger Jugendlicher: “Es war erfrischend für mich, nach elf Jahren an der Seite von Harry Potter mal was anderes zu spielen. Es war ein Riesenspaß für mich.”

Und darum geht’s in dem Film: Nach dem Krebstod seiner Mutter reist Charlie nach Bukarest. In einer Vision hat ihn die Tote dazu aufgefordert: Er soll Kopf und Herz wieder freibekommen. Doch schon im Flugzeug kommt der nächste Todesfall. Dieses Mal trifft es den Mitreisenden, den er gerade erst kennengelernt hat. Wieder hat Charlie ein Versprechen zu halten. Er muss das Gepäck des Toten an dessen Tochter Gabi überbringen, in die er sich Hals über Kopf verliebt.

Auf die schöne Musikerin erhebt allerdings der psychotische Boss eines Drogenkartells Anspruch, und der denkt nicht im Traum daran, dem unbedarften Amerikaner das Feld zu überlassen. Aber Charlie hat sich in den Kopf gesetzt, Gabi zu beschützen und ihr seine Liebe zu beweisen. Auf der Flucht vor rumänischen Killerbrigaden, durch versiffte Youth Hostels und Stripclubs wie aus Kifferträumen wächst er über sich hinaus. Aber ist das am Ende genug?

Die Transformation des Transformers: Shia LaBeouf als naiver Normalo und rettungsloser Romantiker, der im Kampf mit skrupellosen Gangstern versucht, sein Leben und seine Liebe zu retten. Ein schnelles, gut gelauntes Spielfilmdebüt, das lakonisch mit amerikanischen Klischees von Europas wildem Osten spielt. (dpa) 022

Fotos: WENN.com, Berlinale