Dienstag, 12. Februar 2013, 18:11 Uhr

Jude Law und Rooney Mara präsentieren in Berlin bestes Hitchcock-Kino

Oscar-Preisträger Steven Soderbergh (‘Sex, Lies And Videotape’, ‘Traffic’) setzt neuerdings stärker auf den Spaßfaktor. “Bei meinen letzten paar Filmen wollte ich, dass sowohl das Drehen wie auch das Anschauen mehr Spaß machen”, sagte der US-Regisseur am Dienstag bei der Berlinale.

Der 50-Jährige, der zum 5. Mal bei dem Festival ist, bewirbt sich mit seinem Pharmathriller ‘Side Effects’ (Nebenwirkungen) über den häufig unkalkulierbare Umgang mit Psychopharmaka um einen der begehrten Bären. “Ich versuche, jeden Film so zu machen, dass er den vorigen zerstört”, meinte er augenzwinkernd. “Mir hat es gefallen, jetzt einen Thriller zu machen, nachdem ich ja weiß, wie zwielichtig meine Karriere ist.”

Natürlich sei dabei auch Altmeister Alfred Hitchcock ein Vorbild gewesen, der durch seinen Umgang mit dem Thema Schuld bis heute fasziniere. “Mich hat interessiert, wie sich Schuld von einer Figur auf die andere überträgt.”

Hollywoodstar Jude Law spielt in ‘Side Effects’ einen ehrgeizigen jungen Psychiater, der den dramatischen Nebenwirkungen eines Antidepressivums auf die Spur kommen will. “Größte Herausforderung war, mich selbst davon zu überzeugen, dass ich einen Psycho-Doktor spielen kann”, gestand der 40-jährige Brite. Unter Soderberghs Führung hätten sich seine Sorgen jedoch schnell gelegt. “Wir hatten ein tolles Skript. Und wir waren in bester Hand.”

Der Film führt vor allem die zwei neue Hollywood-Überflieger Channing Tatum (‘Magic Mike’, ’21 Jump Street’) und Rooney Mara, die Oscar-nominierte Entdeckung aus David Finchers ‘Verblendung’, zusammen.

Neben Jude Law (‘Sherlock Holmes’) spielt auch Oscar-Preisträgerin Catherine Zeta-Jones eine weitere Hauptrolle in diesem spannenden, geheimnisvollen Thriller voller überraschender Wendungen.

‘Side Effects’ kommt am 25. April in die deutschen Kinos. (dpa/KT) 024

Fotos: dpa/ Kay Nietfeld