Mittwoch, 13. Februar 2013, 11:15 Uhr

Bill Murray über das Liebsleben von Staatsmännern

Ab 28. Februar kommt Bill Murrays neuer Film „Hyde Park am Hudson“, in dem er den amerikanischen Präsidenten Franklin D. Roosevelt verkörpert, in die deutschen Kinos. Von der Faszination, die Roosevelts Vita auf ihn ausübt, schwärmte der Hollywood-Star jetzt gegenüber dem Magazin ‘Vogue’ in einem seiner seltenen Interviews: „Er ist einer der größten Männer, die unser Land hervorgebracht hat. Er hat politisch Außergewöhnliches geleistet und sogar Kinderlähmung überstanden. Sich zurück ins Leben zu kämpfen, die Lähmung zu überwinden, das bedarf großer Stärke.“

„Hyde Park am Hudson“ thematisiert auch Ehebruch – ein Laster, das Roosevelt, wie man heute weiß, mit zahlreichen Politikern teilte. Bill Murray sieht jedoch keinen Zusammenhang von politischer Macht und gesteigerter Libido: „Sind wir nicht alle an Sex interessiert und tun verrückte Dinge dafür? Nur wird bei Politikern gleich Alarm geschlagen“, so der 62-Jährige gegenüber dem Magazin.

Er ergänzt in Bezug auf den ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton: „Clinton wurde zu Unrecht auf seine Affäre reduziert. Mir ist sein Sexleben so schnuppe wie das meines Bäckers. Was wirklich zählt, ist das Wohlergehen eines Volkes, eine stabile Wirtschaft und ein ausreichendes Einkommen für jeden.“ Er selbst bezeichnet sich in puncto Verführung von Frauen eher als passiv: „Mir ist es lieber, die Frauen reißen mich auf! Schon weil ich keinen besonderen Spruch draufhabe.“

Fotos: Tobis